Chris Rea – The Road To Hell

Man muß nicht bibelfest und kunstwissenschaftlich vorgebildet sein, um das symbolträchtige Cover zu verstehen: Es zeigt Michelangelos „Jüngstes Gericht“ mitten im Weltall, dazu auf der Rückseite einen Regenbogen, und es dokumentiert Reas Zerrissenheit zwischen Hoffen und Bangen. Der Brite verpackt seine kleinen und großen Katastrophenmeldungen in transparenten, kraftvollen Blues und singt mit tiefem, rauhem Timbre, umspült vom kristallklaren Bottleneckgitarrenspiel. Ab und zu verläßt er das mittlere Tempo und vermittelt besinnliche Momente in ruhigen Balladen. Das Finale „Tell Me There’s A Heaven“ verpackt Rea streicheruntermalt als doppeldeutiges Gutenacht-Lied.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.