Der Teufel trägt Prada – von David Frankel, USA 2006 :: Giftiges Schwätzchen unter Fashion Victims.

Okay, das wäre eine klare Sache, wenn Meryl Streep nicht wäre. Ohne sie ist das nämlich bestenfalls der wohlfeile Versuch von Hollywood, sich an den Erfolg von „Sex and the City“ anzuhängen und dem genussvoll maliziösen Enthüllungsroman von Lauren Weisberger über deren Höllenzeit als Assistentin von Vogue-Chefredakteurin Anna Wintourden Zahn zu ziehen: Alles so schön bunt hier, und richtig niederträchtig ist auch keiner. Warum auch? Sind doch alle schick angezogen und gut frisiert. Aber dann ist da ja noch Frau Streep, die sich nicht so recht in den glatt überzeichneten Ton des Films fügen will: Ihre Miranda Priestly ist fürwahr eine Giftschlange mit Tiefgang, der man genussvoll zusieht, wie sie die Halbamateure um sich mit stiller Verachtung zum Frühstück konsumiert. Start: 12.10.

Mit Meryl Streep. Anne Hathaway u.a.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.