Fire-Toolz Eternal Home


Hausu Mountain (VÖ: 15.10.)

von

Die Musik von Angel Marcloid klingt bisweilen so, als wären Deafheaven bei Guitar Hero auf der Schwierigkeitsstufe Dragonforce steckengeblieben, während in der Nachbarwohnung irgendein New-Age-Pionier simultan sein neu entdecktes Faible für Happy Hardcore und Cybergrind voll auslebt. Es ist, kurz gesagt, Musik, die den Irrsinn der Gegenwart zum Ausdruck bringt, indem sie ihn genüsslich über die erlaubte Dezibelgrenze hinaus aufdreht.

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ETERNAL HOME ist das siebte Album ihres Projekts Fire-Toolz in genauso vielen Jahren und obendrein das umfangreichste. Über 25 Tracks lässt Marcloid Hundegebell, Noise, Nintendo-Sounds, Saxofon-Soli und Drum-Machine-Gewitter aufeinanderclashen, als wäre es eine Selbstverständlichkeit. Sie schafft es dabei allerdings immer noch irgendwie, verdammt eingängige Songs daraus zu machen.

ETERNAL HOME bietet zwischen Ambient-Interludes, breitwandigen Emo-Hymnen und Grindcore-Overload jede Menge Verstörungspotenzial, aber umso mehr unwahrscheinliche Hits, Hits, Hits.


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