Spezial-Abo

Motorpsycho Kingdom Of Oblivion


Stickman/Indigo (VÖ: 16.4.)

von

Es gibt solche Freunde: Man sieht sie jahrelang nicht, und trifft man sie dann irgendwann wieder, stellt sich sofort ein vertrautes Buddy-Gefühl ein. Wer einmal Buddy von Motorpsycho war (zumindest im Geiste), der weiß: auf die ist Verlass. Das ändert sich auch mit KINGDOM OF OBLIVION nicht, dem 24. Album der Rockinstitution aus Trondheim.

🛒  KINGDOM OF OBLIVION bei Amazon.de kaufen

Entstanden sind die zwölf Stücke bereits bei den Arbeiten zum vorherigen Album THE ALL IS ONE (2020), doch dort schienen sie musikalisch fehl am Platze. Und auch jetzt bilden sie nicht unbedingt ein organisches Ganzes: Ein metallischer Song wie „The United Debased“, an dem Fans der frühen Black Sabbath Gefallen finden könnten, steht da neben elaborierten, epischen Prog-Oper- Tracks wie „At Empire’s End“ oder „The Transmutation Of Cosmoctopus Lurker“ und dem Songwriter-Stück „Lady May 1“.

Daneben dann völlig andere Ansätze: experimentelle Interludes, klassische Kompositionen, Jam-Passagen. Dass das alles mitunter etwas disparat wirkt, macht überhaupt nichts, sondern zeigt nur, welche Bandbreite Motorpsycho abdecken.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Morcheeba :: Blackest Blue

Das britische Duo macht seinen Laid-Back-TripHop halbwegs fit für die Gegenwart.

Maurice Summen :: Paypalpop

Das Die-Türen-Mastermind hat sich die Gebrauchs-Musik bei anonymen Produzent*innen aus aller Welt bestellt.

Juliana Hatfield :: Blood

Die Indie-Gitarrenrock-Ikone ist in der Covid-Isolation wütend geworden.


ÄHNLICHE ARTIKEL

Ex-Gitarrist von Puddle of Mudd verklagt Krankenhaus wegen angeblich entstandener Hirnschäden

Paul Phillips, Ex-Gitarrist von Puddle of Mudd, verklagt ein Krankenhaus und deren Ärzte. Die Behandlung habe statt zu Besserung zu mehr Schäden geführt.

Bay City Rollers: Ehemaliger Sänger Les McKeown ist tot

Les McKeown, ehemaliger Sänger der britischen Rockgruppe Bay City Rollers, ist am 20. April im Alter von 65 Jahren eines plötzlichen Todes gestorben.

Inspiriert von einem Fan: Nick Cave kündigt neue Single „Grief“ an

In „Grief“ geht Nick Cave auf den plötzlichen Tod seines 15-jährigen Sohnes Arthur ein und artikuliert, wie er mit der damit verbundenen Trauer umgeht.


Zum 5. Todestag: Paisley Park stellt Asche von Prince aus
Weiterlesen