Album der Woche

Ringo Starr

LONG LONG ROAD

Universal (VÖ: 24.4.)

Aus „Yeah! Yeah! Yeah!“ wird „Yee-haw!“: ein weiteres Country-Album der Beatles-Ikone.

Während uns Paul McCartney mit einer Wiederveröffentlichungsflut seiner Zweitband überschüttet, veröffentlicht Ringo Starr beharrlich neue Musik – und das in bemerkenswertem Tempo: Der demnächst 86-Jährige kommt allein in diesem Jahrzehnt auf bisher fünf EPs, LONG LONG ROAD ist der Nachfolger zum erst im Vorjahr erschienenen LOOK UP, seiner Rückkehr zum CountryGenre nach 55 Jahren. Für die neue Platte gilt: Never change a winning team.

Wieder hat ihm T Bone Burnett den Großteil der Songs auf den Leib geschneidert, wieder wurde in Nashville und L.A. aufgenommen. Und so haken wir uns erneut bei den beiden ein und gehen gemeinsam den langen, langen Weg der Beatles-Legende noch ein Stückchen weiter. An dessen Beginn im Kriegsjahr 1940 in Liverpool gemahnt Starr im ersten Stück mit der Zeile „I was born to hunger“. Der Abzweigung ins gleißendste Scheinwerferlicht der Popgeschichte wird mit den Lyrics „The long and winding road is more than a song / Tomorrow never knows what goes on“ aus der Überarbeitung seines ’05er-Songs „Choose Love“ gedacht.

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Auch mit dem Carl-Perkins-Cover „I Don’t See Me In Your Eyes Anymore“ erinnert er daran, wie er als Teil der Fab Four die Stücke „Matchbox“ und „Honey Don’t“ der Rockabilly-Legende neu einsang. LONG LONG ROAD ist der Sound eines Menschen, der mit sich völlig im Reinen zu sein scheint, der andächtig zurück-, zuversichtlich nach vorne blickt – und es dazwischen einfach genießt, genau diese Musik zu machen. Eine reine Freude ist es, dabei zuzuhören. Choose life, choose love. Ringo hat’s raus.