Robyn :: Body Talk

Alle Songs aus Schwedens bester Elektro-Pop-Schmiede, die dieses Jahr für Gesprächsstoff gesorgt haben, noch einmal im Gesamtüberblick.

Eines ganz klar und unmissverständlich vorweg: Wer die ersten beiden Veröffentlichungen der Trilogie schon kennt, sollte zur Vervollständigung zur dritten, parallel erhältlichen EP greifen, die alle bisher nicht bekannten Tracks enthält und nicht mehr. Neben der clubtauglichen Version von „Indestructible“ ist das zum Beispiel „Time Machine“, ein Euro-Dance-Song, auf den das Team von Lady Gaga bestimmt schon ein Ohr geworfen hat. „Call Your Girlfriend“ (glatter) und „Get Myself Together“ (kratziger) gehen in eine ähnliche Richtung, fallen aber nicht sonderlich auf. „Stars 4-Ever“, das simple Liedchen zum Abschluss, gefällt mit einem Sound, der an die späten Human League erinnert. Nun will ja kein Mensch ein Spielverderber sein, aber nach dem nunmehr erreichten Ende des ganzen Traras um diesen Talk stellt sich schon die Frage, ob das Veröffentlichungskonzept wirklich so gut ist, wie es sein will. Die erste EP enthält die besten Songs der ganzen Serie, wird aber von diesem kompletten Album mit allen Body-Talk-Titeln noch übertroffen, weil die schwächeren Momente in der Masse nicht so auffallen und man alles schön beisammen hat. Und wahrscheinlich hätte ein einziges Album am Ende doch die größere Wirkung erzielt.

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