Schmyt Universum regelt


Division/Sony (VÖ: 20.5.)

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Schmyt wird liefern. Nach Features bei RIN und Haftbefehl legte sich zumindest ein Teil der Deutschrap- Szene schnell auf diese Arbeitsthese fest. Dass dem so sein könnte, hatte schon die erste eigene EP des Berliners im letzten Jahr bestätigt. Deren Sound erinnerte an Frank Ocean. Den Vergleich wird Schmyt auch bei seinem Debütalbum UNIVERSUM REGELT nicht los. Aber es gibt schlechtere Referenzen.

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Und ist nur ein Vergleich, denn Schmyt präsentiert hier durchaus seine eigene künstlerische Idee. Bei der sich R’n’B ebenfalls mit Pop und HipHop mischt. Jeder Beat funkelt wie im Schein der Leuchtreklamen der großen Stadt. Schmyt tingelt dazu thematisch durch Weltschmerz, Angst und Liebeskummer. Beste Voraussetzung für modernes Drama also: die Welt konstant am Arsch, Gefühle sowieso kaputt und überhaupt alles kompliziert.

Und dann noch diese Selbstzweifel: „Ich glaube, ich mache mich nicht zum Hurensohn für Dich.“ Gemeinsam mit den Produzenten Bazzazian und Alexis Troy entwickelte Schmyt den sanftschweren Sound dazu. Meist bestimmt runtergefahrenes Tempo hier die Stimmung. Was UNIVERSUM REGELT so einnehmend macht. Experimente außerhalb dieser Komfortzone gibt es nicht. Den intensivsten Moment des Albums setzt Schmyt dann ans Ende. Ein letztes Mal hallt es mit Rapper OG Keemo zusammen: „Ich lasse los.“ Das Universum regelt. Alles zur Zufriedenheit abgeliefert.

Autor: Björn Bischoff


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