Wirf zum Abschied leise eine Pille ein: Steven Soderberghs vorletzter Film.
Fotos: Side Effects :: Regie: Steven Soderbergh
Filmfans müssen jetzt ganz stark sein. Steven Soderbergh setzt an zur Abschiedstournee durch die Kinos: „Side Effects“ ist der vorletzte Film des 51-Jährigen, der noch seinen Liberace-Film „ Behind The Candelabra“ nachschieben wird, bezeichnenderweise eine Produktion für den Kabelsender HBO, und sich dann aufs selbst gewählte Altenteil begibt. Ein herber Verlust, auch wenn „Side Effects“ nicht ganz an die große Klasse von „Magic Mike“ heranreichen kann: Tonal und inhaltlich als Bindeglied zwischen „ Traffic“ und „Erin Brockovich“ zu begreifen, ist der Psychothriller über eine New Yorkerin, die in die Fänge der Pharmaindustrie gerät, eine gezielte Provokation und Anklage, aber nicht frei von satirischen und ironischen Momenten: Um Nebenwirkungen geht es eben, und das hat nicht nur mit Medikamenten, sondern auch mit dem Erzählen von Geschichten zu tun.
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