Tanlines :: Mixed Emotions

New Yorker Elektro-Duo frischt seinen Pop mit Einflüssen aus fernen, tropischen Ländern auf.

Zeit genug, sich mit Tanlines anzufreunden, hatte man. Ende 2010 erschien die Compilation Volume On mit einem Minidisc-Motiv auf dem Cover. Die prägenden Hörerlebnisse des Duos gehen aber noch viel weiter zurück. In eine Zeit, als an (längst als betagt geltende) flache digitale Aufnahmemedien noch nicht zu denken war. Auch Jesse Cohen und Eric Emm sind in den 80ern verwurzelt, besonders im Synthie-Pop der Dekade. So gehört sich das in Brooklyn. Anspielungen auf den Sound von New Order kriegen Tanlines nicht aus ihren Köpfen. Aber das ist nicht alles. Nach offiziellem Sprachgebrauch gelten die beiden als Meister der Verquickung von Elektro und Tropicalia. Einer Melange also, die von Animal Collective, Yeasayer und High Places in unterschiedlicher Weise neu definiert worden ist. Tanlines sind aber konservativer als diese Bands, sie halten sich sehr am Pop. Das ständige Klöppeln von Trommeln und Perkussion, der an Cut Copy erinnern wollende Gesang und die dem Afrikanischen zuzuordnenden Gitarrenakkorde sorgen für Belebung. In Jimmy Douglass fanden Tanlines einen Helfer mit viel Erfahrung. Der gute Mann hatte in letzter Zeit vor allem mit Timbaland zu tun. Auf so einen kommt nicht jede Indie-Band.

Key Tracks: „All Of Me“, „Green Grass“

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