The Murder Capital When I Have Fears


Ryko/Warner (VÖ: 16.8.)

In einer perfekten Nacht in Dublin wäre man zunächst Begleiter der schlaksig-sinistren Postpunkband Fontaines D.C., um sich dann, wenn die Kollegen ihre Pints erheben und beginnen, Lieder auf ihre Stadt zu singen, The Murder Capital anzuschließen. Das Ziel: die dunkelsten Ecken der irischen Hauptstadt. Licht? Kennen Songs wie „For Everything“ oder der zweigeteilte Brocken „Slowdance“ nur vom Hörensagen, und wenn Farben auftauchen, dann diejenigen des Blutergusses unter der Haut, „Green & Blue“.

WHEN I HAVE FEARS erinnert an die Großstadtsumpfmusik, wie sie in den 80er- und 90er-Jahren von Bands wie Crime & The City Solution und Gallon Drunk, The Birthday Party und The Flaming Stars gespielt wurde. Manchmal zieht The Murder Capital das Tempo an, das ausgespuckte „More Is Less“ stellt auch die immer zahlreicher werdenden Idles-Fans zufrieden. Das längste Stück auf dem Album, „On Twisted Ground“, hingegen brodelt scheintot und verdächtig wie die besten Songs von The Twilight Sad – man spürt das Unheil, aber man sieht und hört es nicht. „Feeling Fades“ ist dann einer der vielen großen Momente von Sänger James McGovern, ungerührt vom Auf- und Abschwellen der Musik singt er seine Zeilen über das Umherstreunen in der Stadt, am Ende kulminieren Krach und Stimme im galligsten La-la-la-Refrain aller Zeiten.

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Bei „How The Streets Adore Me“ liegen Stimme und Sänger dann am Boden, um sich noch einmal zu erheben. Man denkt an Johnny Cash und Scott Walker – mehr Lob geht ja gar nicht.

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