Tony lommi – Fused

Auch wenn sich Black Sabbath und Tony lommi bei ihrer Tournee im Juni überraschenderweise in absoluter Bestform präsentierten, das dritte Soloalbum des Sabbath-Gitarristen ist allenfalls guter Durchschnitt. Und das liegt nicht an der Produktion oderderspieltechnischen Klasse der beteiligten Protagonisten, Bassist und Sänger Glenn Hughes (Ex-Deep Purple) und Schlagzeuger Kenny Aronoff (John Mellencamp), sondern einzig und allem am angestaubten Songmaterial. Im besten Fall erinnern einige der Nummern, allen voran „Resolution Song“, an die späte Phase von Soundgarden. Die Gitarrenriffs von Tony lommi sind gewohnt präzise, und auch Glenn Hughes gibt sich alle Mühe, mit seiner Stimme dagegenzuhalten. Trotzdem klingt ein Großteil der Stücke alles andere als zeitgemäß. Läßt man diesen Umstand einmal außen vor. dann kann man mit fused allerdings genau den Spafi haben, denn das Trio bei den Aufnahmen unter der Regie von Bob Marlette. der schon bei dem im Jahr 2000 erschienenen ersten Soloalbum iommi mitwirkte, hörbar auch hatte. Hier haben sich drei Musiker gefunden, die auf der gleichen Wellenlänge agieren und bei Tracks wie „Deep Inside A Shell“ und „Wasted Again“ genau den Druck erzeugen, der nötig ist, um nicht gänzlich in Nostalgie zu ertrinken. Wer allerdings noch nie ein Freund von Glenn Hughes‘ gleichförmiger Stimme war, der wird auch mit Fused nicht glucklich werden. Höhepunkte sind auf dem Album rar gesät. So vielversprechend das Trio um Tony lommi auch mit „Dopamine“ beginnt, die Spannung, die diese Nummer auszeichnet, wird nicht aufrechterhalten. Und: So öde Durchschnittsrocker wie „What You’re Living For“ und „Face Your Fear“ hätten sie sich getrost sparen können. VÖ: 11.7. 3

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