Ya Tseen

Indian Yard

Sub Pop/Cargo (VÖ: 30.4.)

Das Pop-Projekt eines indigenen Künstlers, das alle Weltmusik-Schubladen verweigert.

Ja, Nicholas Galanin ist ein international anerkannter, indigener bildender Künstler aus Alaska, der in seinem umfangreichen und diversen, zwischen Skulptur, Fotografie, Installation, Performance und Politaktivismus angesiedelten Werk handwerkliche und künstlerische Traditionen seiner Tlingitund Aleuten-Vorfahren verarbeitet. Aber: Nein, INDIAN YARD, das erste Album seiner Band Ya Tseen ist nicht im entferntesten das verkopfte Kunst-Projekt mit indigenen Klängen, das man vielleicht vermutet hätte.

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Stattdessen hat das Trio, zu dem neben Galanin Zak D. Wass und Otis Calvin III gehören, mit der punktuellen Unterstützung von Shabazz Palaces, Portugal. The Man oder Nick Hakim für INDIAN YARD Songs eingespielt, die vor allem eins sein wollen: Pop. Ob das hymnische „Light The Torch“, der Sly-Stone-artige Party-Track „Get Yourself Together“ oder das triphoppige „A Feeling Undefinded“: Fast könnte man glauben, Galanin habe vor allem den Weltmusik-Verdacht verhindern wollen.

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Wenn es so war, ist es ihm hervorragend gelungen: Auf INDIAN YARD finden sich nur wenige Spuren seines indigenen Backgrounds, so das in Yunik gesungene „Back In That Time”. Ansonsten weigern sich Ya Tseen sehr erfolgreich, in eine Schublade gesperrt zu werden.

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