Rock Im Schafspelz

Dear Wolf: Ein kerniger Live-Act aus Krefeld

Das inzwischen verblichene Zeitgeistmagazin ‚Wiener‘ sah die Band einst als „die einzige männliche Konkurrenz zu den Rainbirds“. Das ist mittlerweile acht Jahre her, fast solange wie es Dear Wolf gibt. Die Geburtsstunde des Wolfes geht zurück auf das Jahr 1988, als Leadsänger Alex Clahsen und Gitarrist Martin Smeets mit drei weiteren hoffnungsvollen Nachwuchsmusikern aus ihrer Heimatstadt Krefeld die erste, in Eigenregie produzierte Single ‚Fly‘ herausbrachten. Prompt wurde das gute Stück vom ‚Fachblatt Musik Magazin‘ zur Single des Jahres gekürt. Ein Jahr später steht das Debütalbum ‚Dear Wolf in den Regalen. Als Produzent zeichnet auf zwei Songs niemand Geringerer als F.M. Einheit (Ex-Neubauten) verantwortlich. Danach dann fast das Ende – die „lieben Wölfe“ fallen unter die Branchenräuber: Die Hoffnungen auf einen lukrativen Deal mit der Plattenindustrie zerschlagen sich. Zudem scheitert die Gruppe fast an internen Querelen. Aber so ein richtiger Wolf ist eben zäh. Nach gruppeninternen Umbesetzungen machen die lungs vom Niederrhein heute als gefragte Liveband von sich reden. Musikalisch gibt’s bei den Wölfen handfesten Poprock, mal rauh und deftig, gelegentlich auch mal im soften Schafspelz. Und mit der Single ‚Fairytales‘, dem Vorboten eines neuen Albums, geht’s nun auch endlich auf dem Plattenmarkt voran.

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