Scott Stapp erinnert an Chris Cornell und Chester Bennington – und freut sich, selbst noch zu leben

Es stand in der Vergangenheit nicht gut um Scott Stapp. Der Ex-Sänger der Post-Grunge-Epigonen Creed sorgte 2014 unter anderem mit selbstgedrehten Videobotschaften für Schlagzeilen. Der einstige Rockstar – Creed gehören zu den erfolgreichsten US-Rockbands der Neunziger und Nuller Jahre – behauptete darin etwa, man habe sein Bankkonto eingefroren, er sei pleite und schlafe im Auto, und überhaupt habe man es auf ihn abgesehen. Später erschienen Telefonmitschnitte von Anrufen bei seiner Frau, in denen Stapp sich überzeugt sah, von der CIA verfolgt zu werden. Schlimmer noch: Stapp soll sogar seiner Frau und ihren gemeinsamen Kindern indirekt gedroht haben.

Ein paar Monate später erklärte Stapp in einem Interview, was seine Frau sowie die Öffentlichkeit längst ahnten: Scott Stapp ist psychisch erkrankt. In einem Interview mit dem PEOPLE-Magazin erklärte der Musiker, dass er unter einer bipolaren Störung leide und entsprechend in Behandlung sei.

„I had a psychotic break that was brought on by alcohol and drug abuse”, sagte Stapp im Interview. „I was hallucinating. I drove around the United States for a month, following an angel that I saw on the hood of my car. In my delusional thinking, I thought my family was involved in ISIS and that millions of dollars had been taken from me to support terrorism.” Stapp gestand: „All of it was nonsense. I was out of my mind.“

Nun, rund fünf Jahre später, geht es Stapp anscheinend besser. Er ist trocken und clean und steht kurz vor der Veröffentlichung seines dritten Soloalbums THE SPACE BETWEEN THE SHADOWS. Eine Single namens „Purpose for Pain“ ist bereits erschienen, nun legt Stapp nach und bringt seinen neuen Song „Gone Too Soon“ heraus. Darin thematisiert er sein Glück, am leben zu sein und ehrt die durch Suizid gestorbenen Chris Cornell und Chester Bennington. Auch weitere verstorbene Musiker wie Prince und Aretha Franklin tauchen im Lyric-Video zu seinem neuen Song auf – neben gefallenen Soldaten.

In einem Statement teilt Scott Stapp mit: „Somewhere around the time Chester passed, and we had already been reeling from Cornell’s passing, I was flipping through the news and saw the suicide rate for (U.S. military) vets was skyrocketing, and all these people are OD-ing from heroin, drug addictions, opioids. The school shootings. It was just a collection of things that all hit me at once. So it was inspired by a series of events that just came together to impact me as a human being, all at once.”


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