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Spider-Man bekommt Nachwuchs: „Venom“ und die „Sinister Six“


Die Nachricht kam doch ein wenig überraschend: Sony will sich offensichtlich nicht damit zufrieden geben alle paar Jahre die Spider-Man-Franchise per Reboot neu zu starten, sondern plant mit „Venom“ und „The Sinister Six“ zwei Filme, die im fiktiven Universum von Peter Parker platziert werden. Das Geschäftsmodell von Marvel und Disney, die auch im nächsten Jahr mit zwei neuen Titeln – der Fortsetzung „Captain America: The Winter Soldier“ und dem hoffentlich ordentlich durchgeknallten „Guardians Of The Galaxy“ weiter am Projekt des ineinander verschränkten Marvel Cinematic Universe schrauben, sagt wohl offenbar auch den Studiobossen von Sony Pictures Entertainment zu.

Nachdem bereits vier Monate vor dem Start von „The Amazing Spider-Man 2“ am 17. April 2014 das Startdatum für den dritten Teil verkündet wurde – der 10. Juni 2016 (!) – zeigt sich mit der Ankündigung zweier neuer Filme, wie sehr man bei Sony dem einzig verbliebenen Comic-Movie-Flagschiff vertraut. Als Sony 2010 bekannt gab, dass Sam Raimi und Tobey Maguire für einen vierten Teil der ersten „Spider-Man“-Reihe nicht mehr zur Verfügung stehen werden und daraufhin verlautbaren ließ, dass man die Reihe schlichtweg mit neuem Regisseur und neuem Hauptdarsteller auf Null zurücksetzen würde, waren viele Fans skeptisch. Doch entgegen vieler Erwartungen funktionierte die verjüngte, auf der erfolgreichen „Ultimate Spider-Man“-Reihe beruhende Rebootversion an den Kinokassen hervorragend. Dabei spielte offenbar nicht nur die große und selbstlose Liebe zum Spinnenmann eine Rolle bei der Entscheidungsfindung, Sony stand unter Zugzwang. Denn als man die Filmrechte in den neunziger Jahren von Marvel erstanden hatte, war noch nicht abzusehen, dass der Comic-Verlag wenig später mit seiner eigenen Filmreihe zum big player des Blockbustergeschäfts aufsteigen würde.

Spätestens seit Marvel nun Teil des Disney-Konzerns geworden ist und mit Hochdruck am Ausbau des Marvel Cinematic Universe schraubt – zu dem mittlerweile auch eine von Joss Whedon produzierte TV-Serie und demnächst fünf neue, von Netflix in Auftrag gegebene Marvel-Serien zählen – würde man mit Spidey selbstverständlich gerne auch einen der beliebtesten Marvel-Superhelden überhaupt wieder zurückhaben. Doch – und hier greifen die Feinheiten der sogenannten Optionierungsverträge – solange Sony fleißig Spider-Man-Filme produziert, werden die Filmrechte beim Studio verbleiben. Nachdem man auch bei 20th Century Fox mit den von Marvel gekauften Filmrechten zum X-Men-Universum mit Wolverine-Soloabenteuern und „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ in die Vollen geht, will man bei Sony offensichtlich nicht ins Hintertreffen geraten. Das Autorenduo Alex Kurtzman und Roberto Orci, das aus dem kreativen Orbit von Popkultur-Papst J.J. Abrams stammt und sich bereits am „Star Trek“-Relaunch abarbeitete und bei Abrams‘ Serien „Lost“, „Fringe“ und „Alias“ mitwirkte, soll die Story für „Venom“ liefern. Autor Drew Goddard, Horrorfans dank dem augenzwinkernden Slasherhit „The Cabin In The Woods“ ein Begriff, wird sich den „Sinister Six“ widmen.



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