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Listicle

Streaming-Tipps: 5 Filme mit Aliens für Menschen, die keine Alien-Filme mögen

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Spätestens seit Ridley Scotts „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ aus dem Jahr 1979 hat Hollywood die Lust an der Furcht, wahlweise auch am Ekel, vor Außerirdischen als profitables Geschäftsmodell für sich entdeckt. Seither vergeht keine Kino-Saison ohne einen Sci-Fi- oder Mystery-Blockbuster, der sich um extraterrestrische Wesen dreht. Meist verlaufen die jedoch nach einem immer gleichen, längst abgenutzten Schema – und meist sind die Aliens als Monster dargestellt. So auch in Steven S. DeKnight eher mittelprächtigem „Pacific Rim: Uprising“, den es am heutigen Donnerstag, den 18.03, um 20.15 Uhr auf Vox zu sehen gibt.

Allen, die genug vom immergleichen Plot haben oder eigentlich gar nichts mit Außerirdischen als Filmt-Sujet anfangen können, seien diese fünf Alternativen empfohlen. Aliens spielen zwar auch hier eine maßgebende Rolle – aber eben auf ganz andere Art und Weise.

5. „Interstellar“ (2014)

Wegen einer anhaltenden globalen Nahrungsknappheit steht die Menschheit vor ihrem Aus. Einzig ein geheim agierendes Forschungsteam, das von Wissenschaftler Brand (Michael Caine) geleitet wird, könnte ihr Schicksal noch abwenden. Durch ein Wurmloch starten sie eine Expedition mit Ex-NASA-Pilot Cooper (Matthew McConaughey) und Brands Tochter Amelia (Anne Hathaway) an Bord. Ihr Ziel ist ein anderes Sonnensystem – in der Hoffnung, dort auf bewohnbare Planeten und fremdes Leben zu stoßen.

Dass Christopher Nolans Film mit Stanley Kubricks monumentalem „2001: Odyssee im Weltraum“ verglichen wurde, sagt sehr viel über die epischen Ausmaße der Sci-Fi aus. Und tatsächlich besticht „Interstellar“ nicht nur durch visuellen Hochglanz, sondern auch seine Komplexität. Bei jeder Landung schwingt außerdem die Frage mit, ob sie auf dem nächsten Planeten auf Lebewesen stoßen werden.

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4. „Arrival“ (2016)

Als an mehreren Orten auf der Erde gleichzeitig Außerirdische landen, stellt Colonel Weber ein Expert*innenteam zusammen, das mehr über die extraterrestrische Spezies in Erfahrung bringen soll. Dazu gehören unter anderem Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) als auch Sprachwissenschaftlerin Dr. Louise Banks (Amy Adams) – zusammen sollen sie eine Möglichkeit finden, mit den Aliens zu kommunizieren. Eine echte Mammutaufgabe, noch dazu unter enormem Druck. Die komplexen Schriftzeichen müssen möglichst schnell entziffert werden, um die beunruhigte Politik von einem Krieg abzuhalten.

Das Beste an Denis Villeneuves „Arrival“ ist wahrscheinlich, dass der kanadische Regisseur das Gedankenspiel einer eintreffenden fremden Spezies geschickt dafür nutzt, um von den Menschen und ihrem Verhalten in Krisensituationen zu erzählen. Amy Adams brilliert in diesem Kontext ganz ohne Effekthascherei.

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3. „Das fünfte Element“ (1997)

Ein Alien wie sie gab es seither nie wieder: Leeloo Minai Lekatariba-Lamina-Tchai Ekbat De Sebat (Milla Jovovich) alias „das fünfte Element“. Im gleichnamigen Film von Luc Beson wird sie von den Mondoshawan zur Erde geschickt, um das Böse, das als Komet auf die Welt zurast, aufzuhalten. Doch ihre Ankunft im New York des 23. Jahrhunderts verläuft nicht wie geplant und bald findet sie sich im Taxi des ehemaligen Offiziers Korben Dallas (Bruce Willis) wieder.

Zugegeben: das Drehbuch des Sci-Fi-Klassikers verheddert sich in der zweiten Hälfte. Dank seiner ebenso bizarren wie sympathischen Figuren und den zahlreichen skurrilen Situationen, in denen sie sich wiederfinden, ist „Das fünfte Element“ allerdings schnell zum Kultfilm avanciert.

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2. „E.T. – Der Außerirdische“ (1982)

Steven Spielbergs Sci-Fi-Hit ist der einzige Film dieser Liste, in dem die Zuschauer*innen einem Außerirdischen – zumindest was das Äußere angeht – als etwas Monströses begegnen. Tatsächlich ist der versehentlich von seinen Artgenossen auf der Erde zurückgelassene E.T. nämlich ein überaus liebenswerter Alien. Auch der zehnjährige Elliott (Henry Thomas), der ihn im Schuppen seiner Familie entdeckt, freundet sich prompt mit ihm an. Zusammen mit seinen Geschwistern Michael (Robert MacNaughton) und Gertie (Drew Barrymore) erleben sie einige Abenteuer – doch E.T. plagt das Heimweh und für Elliott wird es immer schwieriger, die Existenz des extraterrestrischen Besuchers geheim zu halten.

Wären Aliens immer so freundlich dargestellt worden, wie in diesem Kultklassiker aus den Achtzigern, hätte die Menschheit wahrscheinlich weniger Sorge, irgendwann tatsächlich auf außerirdisches Leben zu treffen. „E.T.“ punktet vor allem mit dem Charme seines titelgebenden Protagonisten und hat sich mit ikonischen Zitaten wie „Nach Hause telefonieren“ einen festen Platz in der Filmgeschichte gesichert.

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1. „The Rocky Horror Picture Show“ (1975)

Ein Plädoyer für sexuelle Befreiung, eine Parodie auf Horror-B-Movies, ein kitschiges Rock-Musical: „The Rock Horror Picture Show“ vereint all das. Die Story ist dabei nicht weniger grotesk als die Charaktere, die sie tragen: Die ziemlich konservativen Kommiliton*innen Janet Weiss (Susan Sarandon) und Brad Majors (Barry Bostwick) verloben sich und wollen ihrem Mentor Dr. Everett Scott (Jonathan Adams) davon berichten. Allerdings geraten sie auf dem Weg zu ihm in ein Unwetter, ihr Wagen bleibt liegen und sie beschließen in einem nahegelegenen, unheimlichen Schloss nach einem Telefon zu fragen. Vor Ort wird gerade eine skurrile Party gefeiert – und ihr exzentrischer Gastgeber Frank-N-Furter (Tim Curry) hat kein Interesse daran, die beiden wieder gehen zu lassen.

So manche Wortwahl mag nicht mehr zeitgemäß sein. Nichtsdestotrotz ist „The Rocky Horror Picture Show” ein Spektakel, das nach seiner Veröffentlichung Mitte der Siebziger überraschend den Sprung in den Mainstreams schaffte und damit den Weg für ähnlich abgedrehte wie freizügige Filmprojekte bereitete. Ein Spektakel in dem fast untergeht, dass es sich sowohl bei Frank-N-Furter als auch seinen Partygästen um Außerirdische handelt. Der wurde eigentlich auf die Erde geschickt, um eine Mission zu erfüllen, hat sich dann aber ganz und gar den weltlichen Genüssen hingegeben.

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