The Red Crayola – The Parable Of Arable Land

Erschienen: Juli 1967

1967 war so manches möglich. Zum Beispiel auch, dass eine eher ungewöhnliche Band wie The Red Crayola einen Plattenvertrag bekommen konnte. Mayo Thompson, Steve Cunningham und Frederick Barthelme aus Houston, Texas, standen mehr in der Tradition genialer Dilettanten und der Avantgarde des 20. Jahrhunderts, wurden abervon Zeitgeist und ihrer Plattenfirma als Psychedelia behandelt, weil ihr gegenkultureller Kunst-Rock so schön in die Schublade passte. Jedem der sechs Songs dieses Debütalbums ist ein „Free Form Freakout“ vorangestellt, kakophonischer, freiformaler Lärm, der von einer 60-köpfigen Gruppe von Freunden der Band, The Familiär Ugly. hergestellt wurde. Aber auch die“richtigen“Songs hiergeben eine Ahnung von der späteren subversiven Kraft dieser Band. Das oft gecoverte „Hurricane Fighter Plane“ schiebt sich wie ein Fiebertraum aus einem „Free Form Freakout“ heraus. Dazu: die düstere, tribale Beschwörung „WarSucks“. der Titelsong, eine Improvisation aus Tape Loops und elektronischen Sounds und Roky Erickson als Gastkeyboarder. Der nachträgliche angefertigte, furchtbare Stereo-Mix trägt zur „psychedelischen“ Wirkung der Platte bei.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.