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„The Rewatchables“, „How Did This Get Made“ und Co.: Das sind die besten Film-Podcasts

Was gibt es Schöneres als sich mit Gleichgesinnten einer leidenschaftlichen Diskussion über die besten Hollywood-Produktionen der vergangenen Jahrzehnte hinzugeben? Anderen Filmliebhabern bei solch einer Diskussion zuzuhören vielleicht. Immerhin entgeht man so dem Angriff militanter Film-Snobs, die ihre Meinung als das absolute Nonplusultra betrachten. Zum Glück gibt es inzwischen ein mannigfaltiges Angebot an Podcasts, deren Hosts weder die Filmindustrie, noch sich selbst zu ernst nehmen. Welche Film-Podcasts sich besonders lohnen, erfahrt Ihr hier.

Die zehn besten Film-Podcasts

The Rewatchables

The Rewatchables“ ist etwas für all diejenigen unter Euch, die sich ihre Lieblingsfilme immer und immer wieder zu Gemüte führen können. Journalist Bill Simmons zerlegt darin einmal wöchentlich an der Seite wechselnder Co-Hosts sowohl Filmklassiker wie „Reservoir Dogs“ als auch neuere Hollywoodstreifen wie „John Wick“ in ihre denkwürdigsten Szenen. Die Filmliebhaber, zu denen u.a. solch namhafte Gäste wie Quentin Tarantino und Aaron Sorkin gehören, berufen sich hierbei nicht nur auf ihre ersten Eindrücke, sondern werfen außerdem einen Blick darauf, wie sich ihre Interpretation des Materials im Laufe der Jahre verändert hat.

How Did This Get Made?

Wer glaubt, bei „How Did This Get Made?“ handle es sich um ein Making-of beliebter Hollywood-Filme, den müssen wir an dieser Stelle enttäuschen. Dafür garantiert der von Paul Scheer („The League“), June Diane Raphael („Grace & Frankie“) und Jason Mantzoukas („Big Mouth“) moderierte Podcast jede Menge Lach-Flashs. So widmet sich das Comedy-Trio darin wöchentlich einer anderen cineastischen Katastrophe, die die daran beteiligten Schauspieler wohl am liebsten für immer von ihrer IMDb-Seite verbannen würden. Ob „Anaconda“, „Punisher: War Zone“ oder „Meine Stiefmutter ist ein Alien“: Hier erhalten sie alle genau die Aufmerksamkeit, die ihnen eigentlich gebührt.

Unspooled

Weil ihm ein Podcast offensichtlich nicht genug ist, startete Schauspieler Paul Scheer 2018 mit „Unspooled“ ein weiteres Audio-Projekt, das sich jedoch diesmal Hollywoods All-Time-Greats zuwendet. Nachdem Scheer entsetzt feststellen musste, viele kanonische Filmklassiker niemals gesehen zu haben, kämpft er sich nun an der Seite von Filmkritikerin Amy Nicholson durch die Top 100 des American Film Institutes und versucht dabei herauszufinden, „was Klassiker wie ‚Citizen Kane‘ und ‚Taxi Driver‘ so besonders macht.“

Black on Black Cinema

Falls Euch ein bisschen mehr nach „High Brow“-Unterhaltung zumute ist, können wir Euch „Black on Black Cinema“ ans Herz legen. Im Mittelpunkt dieses von Terrence Carpenter, Jay Jacksonrao und Micah Payne moderierten Podcasts stehen ausschließlich Filme des „(New) Black Cinema“.  Bereits seit 2012 analysieren die drei Freunde darin einmal pro Woche Klassiker wie den 1974 erschienenen Blaxploitation-Action-Streifen „Three The Hard Way“ sowie aktuelle Produktionen wie die 2019 erschienene „Watchmen“-Serie, ohne dabei angesichts der anspruchsvollen und gesellschaftlich relevanten Thematik den Humor zu verlieren.

The Qwipster Film Review Podcast

Im Gegensatz zu den zuvor genannten Podcasts handelt es sich bei „The Qwipster Film Review Podcast“ um klassische Recap-Episoden. Die von Vince Leo moderierten Filmanalysen werden in knackig-kurze Zehn-Minuten-Folgen verpackt und lassen sich so auch auf kurzen Wegen wunderbar konsumieren. Dabei behandelt der Filmkritiker Produktionen aus sämtlichen Genres. Ob Marvel-Blockbuster oder Indie-Perle: Vince Leo liefert zu jedem von ihnen interessante Hintergrundinformationen und fundiertes Fachwissen, das Euch in der nächsten Mittagspause bei Euren Kollegen glänzen lässt.

Cinema Strikes Back

Während es sich bei den zuvor genannten Podcasts um (fast) reine Film-Formate handelt, setzt sich „Cinema Strikes Back“ dem Namen zum Trotz mit all jenen Themen auseinander, die vor allem unter Nerds beliebt sind. Ob Filme, Comics, Serien, Videospiele oder Bücher – Wiener Film- und Medienwissenschaftler Alper Turfan bespricht sie alle mit der gleichen Leidenschaft und schreckt dabei auch nicht vor historischen und medientheoretischen Diskursen zurück.

Sträter Bender Streberg

Auch „Sträter Bender Streberg – Der Podcast“ lebt von der Nerd-Kultur. Allerdings setzt das Moderatoren-Trio bestehend aus Torsten Sträter, Hennes Bender und Gerry Streberg auf hitzige Diskussionen und manchmal sogar Streitgespräche, die sich nicht nur auf Filme und Serien beschränken, sondern außerdem solch kauzigen Themen wie Hörspiele, Glasmalerei und Scherenschnitt widmen. Mit dabei sind immer wieder prominente Gäste wie Michael Mittermeier, Ralph Ruthe und Andy Brings.

Junkfood Cinema

Junkfood Cinema“ widmet sich ganz unironisch der Freude an von der Kritik verschmähten Blockbustern. Moderiert wird der Podcast von Filmkritiker Brian Salisbury und Drehbuchautor C. Robert Cargill („Sinister“, „Doctor Strange“). Statt besagte Kassenschlager zu verspotten, feiern die beiden Kino-Fans Crowdpleaser wie „Dirty Dancing“ und „Der Gigant aus dem All“, oder sammeln ihre themenspezifischen Lieblingsproduktionen unter solch aussagekräftigen Sammelkategorien wie „Favourite Killer Car Flicks“ oder „Slop 10 of ‚Die Hard‘-knockoffs“.

Devils & Demons

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern hat sich „Devils & Demons“ voll und ganz dem Horrorfilm-Genre verschrieben. In seinen wöchentlich erscheinenden Folgen diskutiert das deutsche Podcaster-Duo bestehend aus Christian Finck und Pascal Worreschk all jene Filme und Serien, die Schrecken und Gänsehaut verbreiten. Dabei beschränken sich die beiden nicht nur auf beliebte Streifen des Geister-, Zombie- oder Psycho-Horrors, sondern wissen auch solch unterschätzte Subgenres wie den italienischen Giallo, und die eigentlichen Stars des Slasher-Horrors, nämlich Final Girls und Scream Queens, zu schätzen.

CineCouch

Neue Episoden der „CineCouch“ erscheinen alle zwei Wochen und beschäftigen sich mit allem, was in die Kategorie „Film“ passt. In den teilweise bis zu zweieinhalb Stunden dauernden Episoden gehen die Filmwissenschafts-Absolventen Daniel, Jan, Michi und Niels extrem in die Tiefe und liefern so nicht nur ihre persönliche Meinung zu „Star Wars“, „Midsommar“ und Co, sondern haben auch jede Menge Hintergrundwissen zu bieten.

In halbeigener Sache: Außerdem hörenswert ist der offizielle Film- und Serien-Podcast unserer „Rolling Stone“-Kollegen Arne Willander und Sassan Niasseri. Unter dem Titel „Freiwillige Filmkontrolle“ unterziehen die beiden Kino- und Serienliebhaber einmal pro Woche sowohl alte als auch neue Produktionen einer ausgiebigen Analyse.

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