„Tote Mädchen lügen nicht“-Staffel 2: Netflix kündigt neue Folgen für Mai an

Im Frühjahr 2017 veröffentlichte Netflix die Eigenproduktion „Tote Mädchen lügen nicht“ („13 Reasons Why“), mit dem Erfolg des Selbstmord-Dramas rechnete aber sehr wahrscheinlich auch das Unternehmen selbst nicht. Die Zugriffswahlen auf die erste Staffel der Serie waren überragend hoch, die Diskussionen im Internet und anderen Medien dauerpräsent. Doch die Debatte um die Serie ging teilweise in eine Richtung, die den Machern von „Tote Mädchen lügen nicht“ nicht gefallen konnte. Netflix wurde vorgeworfen, mit der Serie Selbstmord zu romantisieren und zu verherrlichen.

Neue Folgen am 18. Mai

Die Fortsetzung der Serie kommt trotzdem, trotz Kontroverse: Am 18. Mai wird die zweite Staffel von „Tote Mädchen lügen nicht“ auf Netflix starten. Schon jetzt wurde von Netflix eine Website zur Show gestartet, die jungen Leuten Informationen zu Suizid und Umgang mit Depression gibt. Gute Sache!

In der für ein Publikum im Teenager-Alter ausgerichteten Sendung hat sich ein Mädchen, Hannah, das Leben genommen, Mobbing und eine Vergewaltigung waren Gründe dafür. Sie hinterlässt Kassetten, auf denen sie Mitschülern die Geschichten erzählt, die zu dem Selbstmord geführt haben. Und löst damit gleich noch eine weitere Katastrophe aus, die in der bald startenden zweiten Staffel thematisiert wird.

https://www.youtube.com/watch?v=O92pekaban8

Mit einer drastischen Vergewaltigungsszene, die in der vorletzten Folge der ersten Staffel zu sehen war, haben viel Zuschauer nicht gerechnet. Es hagelte Beschwerden, Netflix führte für zwei der 13 Episoden eine Warntafel ein und wies auf die harten Szenen hin. Bei der zweiten Staffel will sich der Streaming-Dienst aber auch gegen die Vorwürfe absichern, die Show gehe zu unbesorgt mit dem Thema Selbstmord um. In Deutschland wurden ebenfalls Selbstmordabsichten zweier Schülerinnen der Serie zugeschoben (hier geht es zur damaligen Meldung). 

Als Reaktion auf die Debatte wird Netflix bei der Ausstrahlung der zweiten Staffel eine Warntafel vor jeder einzelnen Episode ein kurzes Video zeigen. In diesem weisen Teile des Ensembles nicht etwa auf explizite Szenen hin, sondern warnen direkt vor der gesamten Serie. „Die Sendung könnte nicht gut für dich sein“, soll es laut den Produzenten darin heißen. Dylan Minnette, Katherine Langford, Justin Prentice und Alisha Boe werden in dem Warnvideo nicht ihre Figuren aus der Serie verkörpern, sondern schlichtweg als junge Schauspieler zu den Zuschauern sprechen.


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