Trent Reznor kritisiert YouTube: „Ihr Business baut auf gestohlenem Inhalt auf!“

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In einem Interview mit der US-amerikanischen Musikzeitschrift Billboard attackiert Trent Reznor Googles Videodienst YouTube: „Ich finde Youtubes Business sehr unaufrichtig. Es baut sich auf dem Rücken von freiem, gestohlenem Inhalt auf.  Nur so sind sie groß geworden.“ Reznor, der seit 1988 das einzige konstante Mitglied der Nine Inch Nails ist, bezieht mit seinen Aussagen nicht nur als Musiker Stellung. Seit 2015 ist er auch als Chief Creative Officer (CCO) für die Belange von Apple Music zuständig.

„Ich finde, jeder frei zugängliche Service ist nicht fair. Sie fahren ihre Zahlen ein, die ihnen einen großen Börsengang einbringen und all das ist auf dem Rücken meiner Arbeit und der meiner Kollegen aufgebaut. So denke ich darüber“, sagt Reznor und stimmt damit in den immer lauter werdenden Kanon der Kritik gegen YouTube ein.

YouTube reagierte auf Reznors Aussagen und veröffentlichte eine Stellungnahme, in der das Unternehmen unterstreicht, dass es bisher über 3 Milliarden Dollar an die Musikindustrie ausgezahlt habe und diese Zahl stetig steige. Des Weiteren widersprach YouTube Reznors Einschätzung, dass ihr Erfolg auf „gestohlenem Inhalt“ basiere: „Die überwältigende Mehrheit der Labels und Verlage hat mit uns Lizenz-Abkommen geschlossen, die uns gestatten, Fan-Videos auf unserer Plattform zu lassen, wenn wir sie dafür an den Einkünften teilhaben lassen.“ Reznors Aussage sei damit schlichtweg falsch.

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Der Verband der britischen Musikindustrie, kurz BPI, stellt in seinem Jahresabschlussbericht den stetigen Wachstum des Vinyl-Segments fest. Auch Streams legen kontinuierlich zu.auf Musikexpress ansehen

 


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