Vinylverkäufe 2016 auch in Deutschland gestiegen


Nachdem die frohe Botschaft schon für Großbritannien und die USA verkündet wurde, ist der Anstieg nun auch für Deutschland offiziell bestätigt worden.

Noch sind die offiziellen Trends des Bundesverbandes der Musikindustrie für das Jahr 2016 nicht veröffentlicht. Eine kleine aber feine Vorabinformation hat uns der Verband auf Nachfrage jedoch schon gegeben: Auch in Deutschland ist der Vinyl-Absatz im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Diese Entwicklung war nach den bereits für Großbritannien und die USA veröffentlichten Zahlen abzusehen. In den USA ist der Schallplatten-Umsatz um über 25 Prozent gestiegen. In Großbritannien waren es sogar über 50 Prozent. Seit 1991 haben die Briten nicht mehr so viel Geld für Schallplatten ausgegeben – und dabei hervorragenden Musikgeschmack bewiesen. So stehen in den britischen Vinyl-Jahrescharts Künstler wie The Beatles, Radiohead und Fleetwood Mac in den Top Ten, während CD-Käufer sich eher für den Kauf von Justin-Bieber- und Jess-Glynne-Alben entschieden haben. Die CD ist aber trotz des Vinyl-Umsatzanstiegs immer noch der am häufigsten gekaufte Tonträger. Der Anteil von Schallplattenverkäufen am Gesamtumsatz liegt weiterhin bei unter zehn Prozent.

Genaue Zahlen für das gesamte Jahr 2016 gibt es von der deutschen Musikindustrie noch nicht. Die Trends werden Mitte Januar 2017 veröffentlicht, finale Daten folgen im großen Jahresrückblick im März 2017.