Deutscher Musikmarkt wächst weiter – dank Streaming und Vinylverkäufen

von

Der Umsatz des deutschen Musikmarktes ist im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent gewachsen. Das gab der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) mit dem Halbjahresreport 2016 bekannt. 719 Millionen Euro wurden im ersten Halbjahr 2016 in Deutschland mit Musik umgesetzt.

Großer Gewinner des ersten Halbjahres ist – wenig überraschend – der Streaming-Markt. Spotify, Deezer und Co. legten im Vergleich zum Vorjahr um satte 88 Prozent zu und machen mit einem Umsatz von 176 Millionen Euro fast ein Viertel des Gesamtumsatzes aus. Weitere gute Nachrichten gibt für die gute, alte Schallplatte: Um 46,2 Prozent steigerte sich der Umsatz von Vinyl. Setzt man den Vinyl-Markt allerdings in Relation zum Gesamtumsatz, dann wird schnell klar, dass Schallplatten dennoch weiter Nische bleiben: Sie tragen nur 4,3 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Spitzenreiter, gleichzeitig aber auch Verlierer: die CD. Zwar verzeichnet der Silberling mit 52,3 Prozent immer noch höchsten Umsatz, die Verkäufe sind im Vergleich zum Vorjahr allerdings um fast zehn Prozent zurückgegangen. Noch dominieren klassische Tonträger also den Markt: Insgesamt beläuft sich die Aufteilung auf 60,4 Prozent Umsatz durch physische Medien und 39,6 Prozent digitale Verkäufe und Streams.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen starken Trend in Richtung einer Digitalisierung des Musikmarktes. Einer Entwicklung, der sich der BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke aber gewachsen sieht: „Der Zuwachs beim Audio-Streaming – im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 (12,8%) fast eine Verdopplung des Umsatzanteils – macht darüber hinaus deutlich, dass unsere Branche gelernt hat, mit den Gegebenheiten der digitalen Welt umzugehen und Angebote entwickelt hat, die inzwischen auch von einer Vielzahl der Konsumenten angenommen werden.


„Rebecca“ auf Netflix: Liebes-Thrill mit angezogener Handbremse
Weiterlesen