Vom Kassettenrecorder zum Ghettoblaster: Ein Online-Museum zur langen Geschichte der populären „Boom Box“

Der Begriff „Boom Box“ ist hierzulande nicht gerade der gebräuchlichste. Liest man die erstmals 1981 erschienene Definition eines amerikanischen Lexikons, wird die Sache schon klarer: „Großes, portables Radio, oft auch Kassettenrecorder, mit zwei zugehörigen Lautsprechern.“ Der Ghettoblaster, die fette Jam Box ist gemeint. Was wäre die (amerikanische) Popkultur der 70er und 80er Jahre ohne die tragbaren Soundmaschinen gewesen? Wer cool sein wollte muflte unbedingt so ein Teil, voll aufgedreht, die Bässe bis zum Anschlag, auf der Schulter durch Hartem tragen. Das virtuelle Vintage Boom Box Museum stellt seine einzigartige Sammlung im Internet aus. Die wissenschaftlich korrekte zeitliche Einteilung erleichtert allen Unbedarften den Einstieg in die Welt der Ghettoblaster: „Boom Box Birth“ 1976-1980 zeigt die noch (Watt-)leistungsschwachen Anfangsjahre. „The Golden Age“ 1981-1985 dokumentiert die Bedeutung für die Pop- und HipHop-Kultur. „Decline and Fall“ 1986-1989 bringt schließlich Bilder aus der Spätphase der teilweise monströs angewachsenen Geräte.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.