Highlight: 30 Jahre The Cures „DISINTEGRATION“: The Dark Side Of The Mood

Von „BOYS DON’T CRY“ bis „BLOODFLOWERS“: Die 6 besten Alben von The Cure

2019 dürfte ein gutes Jahr für The Cure und ihre Fans werden: Robert Smith und Co. haben nicht nur 20 Festival-Shows angekündigt, darunter Headliner-Auftritte bei Hurricane und Southside sowie beim serbischen EXIT Festival. Auch über ein neues Album denkt Smith seit geraumer Zeit laut nach. Das noch immer aktuelle und insgesamt 13. Album 4:13 DREAM erschien 2008.

„The Cure sind verantwortlich für einen ganzen Haufen schlimmer Bands dort draußen, die allesamt versucht haben, sie zu kopieren“, merkte Wire-Sänger Colin Newman 2002 an. Damit es überhaupt erst dazu kommt, dass ein ganzer Haufen schlimmer Bands einen zu kopieren versucht, benötigt es zunächst einmal einem Haufen guter Alben – und den haben The Cure vorzuweisen.

ME-Redakteur Oliver Götz listete für die ME-Helden-Abhandlung zu The Cure 2012 die fünf besten Alben der Band um Robert Smith auf. Hier findet Ihr diese Auswahl im Überblick:

BOYS DON’T CRY (1980)

Auch wenn es sich hierbei nicht um das „echte“ Debüt handelt, ist BOYS DON’T CRY, das als erste Longplay-Veröffentlichung für den US-Markt zusammengestellt wurde, THREE IMAGINARY BOYS vorzuziehen.

Die Compilation verzichtet auf unausgegorene Titel wie „Object“ oder das grenzwertige Hendrix-Cover „Foxy Lady“, enthält dafür aber die ersten drei Singles: das mysteriöse, gleichzeitig angriffslustige „Killing An Arab“, das ungemein anhängliche „Boys Don’t Cry“ imd das wunderbar rasante und straffe „Jumping Someone Else’s Train“. The Cure waren nicht so gestreng wie Wire oder gescheit wie XTC – aber als so lakonischer wie Hit-reicher Postpunkgruß aus der Provinz ist diese Platte nicht zu unterschätzen.

17 SECONDS (1980)

Kalt, kälter, 17 SECONDS. The Cure sind fest in Robert Smiths Hand, und der hat sich in die Eiskönigin verwandelt.

Die Platte klingt entsprechend höhenlastig: in den Zwei-Finger-Keyboard-Melodien, der schneidenden Rhythmusgitarre und dem peitschenden Schlagzeug. Nur der für The Cure so typische markante Bass setzt einen Kontrapunkt. Dieses Sounddesign zieht das ganze Album auf Iglu-Größe zusammen. Darin kauert man und hört Smith wie in einer funkgestörten Übertragung flüstern und flehen.



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