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Von Kosmonaut bis Hessentag: 5 Festival-Tipps im Juni 2017

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Weil es auch nach Rock am Ring und Rock im Park und abseits von Hurricane und Southside lohnenswerte Festivals gibt, und weil es ja nicht immer nur die Big Player sein müssen: 5 Festivals, deren Besuch im Juni 2017 ebenfalls lohnen könnte. Aus ganz verschiedenen Gründen.

Summerjam

Köln, 30. Juni bis 2. Juli

Mit Joy Denalane, Damian Marley, Patrice, Bilderbuch, Sido, Nas

 

Eines der größten Reggae- und Downbeat-Happenings Europas ist bereits im 32. Jahr angekommen. In der Parklandschaft Fühlinger See gehören das Zelten am Wasser und das Eintauchen in die Fluten genauso zur Tradition wie wabernde Ganja-Wolken. Die musikalische Offenheit der Booker inkludiert selbst Sido und die Wiener Austro-Funker Bilderbuch in die Jah Nation. Neben zwei Hauptbühnen auf der Festivalinsel gibt es auch noch eine Dancehall-Area mit Blick auf das Hochregallager von Ford. Dazwischen karibisches Chill-out.

Hessentag

Rüsselsheim am Main, diverse Orte, 9.-18.Juni

Mit: Silbermond, Kings Of Leon, Scorpions, Peter Maffay

Kings of Leon

Es beginnt mit einer Lüge, allerdings einer angenehmen: Tatsächlich handelt es sich beim sogenannten Hessentag mitnichten um einen einzigen Tag – die unter diesem Namen zusammengefassten Festivitäten erstrecken sich über einen Zeitraum von zehn Tagen. Themen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen ebenso auf der Agenda wie der Wandel Rüsselsheims von einer Arbeiterstadt zu einer modernen Denkfabrik. Eröffnet wird das Stadtfest mit einem Open-Air-Festival: Am 9. Juni treten in der Hessentagsarena Andreas Bourani, Silbermond und der Deutschpop-Newcomer Joris auf. Im weiteren Verlauf der Hessentage stehen Kings Of Leon, Scorpions, Peter Maffay, Zucchero u. a. auf diversen Bühnen. Die zunächst anberaumte Rap-Night wurde indes abgesagt.

Kosmonaut

Stausee Rabenstein, Chemnitz, 16. und 17. Juni

Mit: Deichkind, Editors, Bilderbuch, 187 Strassenbande, AnnenMayKantereit, Kraftklub etc.

Fans beim Kosmonaut-Festival

Vor vier Jahren hatte die Gruppe Kraftklub eine Idee: Ein eigenes Festival in der Heimatstadt, das wäre doch was! Mittlerweile gilt als Kosmonaut als etabliertes Festival, das sogar in jedem Jahr mit einem Überraschungs-Act aufwartet.

Traumzeit

Duisburg, 16.-18. Juni

Mit: Milky Chance, Tom Odell, Kilians, Why?

Tom Odell

 

Was Ferropolis kann, kann Duisburg schon lange! Das stillgelegte Hüttenwerk im Norden der Stadt hat nicht nur das größte künstliche Tauchzentrum Europas und einen alpinen Klettergarten zu bieten, sondern auch ein ei- genes Festival: Die Traumzeit findet im Landschaftspark mit Unterbrechungen seit 1997 statt. Wo früher hart gearbeitet wurde, spielen heute hochkarätige Bands aus Rock, Pop und Indie. Die Ruhrpott-Romantik ist geblieben. An der schönen Atmosphäre haben nicht zuletzt die Lichtinstallationen einen großen Anteil, die man sich auch außerhalb des Festivalbetriebs anschauen kann.

Maifeld Derby

Mannheim, 16.-18. Juni

Mit: Kate Tempest, Moderat, Primal Scream, Metronomy, SOHN

Kate Tempest

Derby, das klingt nach lokalem Konkurrenzkampf, nach Schalke gegen Dortmund oder Düsseldorf gegen Köln. Und tatsächlich ist es genau das, was viele Musiker an Festivalauftritten schätzen: Konkurrenzkampf, friedliches Sich-Messen mit den anderen auftretenden Künstlern um die Gunst des Publikums. Bei dem Derby, um das es hier geht, steht allerdings das Miteinander im Vordergrund. Über die Jahre hat sich das liebevoll und kenntnisreich kuratierte Boutique-Festival zu einem der besten Newcomer-Spots des sommerlichen Festivalzirkus gemausert. Das Festivalmotto: „Love Your Artists“, ist kein bloßes Lippenbekenntnis – es wird mit Leidenschaft und Engagement gelebt.

Christina Wenig
Simone Fuchs
Jazz Archiv/Michi Reimers picture alliance / Jazzarchiv
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