Week-End-Fest in Köln 2016: Das Programm im Überblick

Wenn immer am Ende des Jahres in Köln das Week-End-Fest ruft, weiß man: Es wird etwas passieren. Das war schon 2012 so, als Stephen Malkmus mit Hilfe der Kölner Band Von Spar Cans Großwerk EGE BAMYASI aufführte. Oder ein Jahr später der Ex-Go-Between Robert Forster zusammen mit Streichern auftrat und in der Stadthalle Mülheim das Konzert seines Lebens spielte. Der selbst auferlegte Druck auf die Veranstalter ist also hoch, wenn es an die Arbeit für das Line-up der neuen Auflage geht. Einfach ein paar Bands booken – das kann jeder. Das Week-End-Fest will jedoch was Besonderes bieten. Für die 2016er-Auflage vom 25. bis 27.11. bedeutet das: Es gibt die Rückkehr von Slapp Happy zu bestaunen.

Die Avantgarde-Popband um Sängerin Dagmar Krause spielt am Festivalsamstag (26.11.) in Köln ihr erstes Konzert seit 16 Jahren. Die Mischung aus britischem Folk und Avantgarde-Rock im Stil von Velvet Underground machte Slapp Happy in den 70ern zum heißesten Tipp für Kenner. Heute wird die Gruppe wiederentdeckt – die Rückkehr auf die Bühne erfolgt zur richtigen Zeit. Begleitet werden Slapp Happy von den Krautrock-Giganten Faust.

Passend zum Festival erscheint mit FLOTUS ein neues Album von Lambchop. Kurt Wagner führt das Werk beim Week-End am Samstag auf – jedoch nicht die offizielle Version. Für „Flotus Movements“ zerlegt Wagner mit Kölner Musikern die Stücke des Albums in ihre Einzelteile und setzt sie live auf der Bühne wieder zusammen. Die Aufführung dieses „Albums in Bewegung“ wird es nur an diesem einen Abend zu hören geben.

Ebenfalls am Samstag in der Stadthalle Köln-Mülheim zu sehen: The Julie Ruin, neue Band der Bikini-Kill- und Le-Tigre-Sängerin Kathleen Hanna, Babyfather, das Projekt von Dean Blunt, sowie der Geheimtipp Surface To Air Missive.

Am Freitag (25.11.) spielen in den Räumen des Kölnischer Kunstvereins Baba Zula, eine Band aus Istanbul, bekannt geworden durch Fatih Akins Doku „Crossing The Bridge“, sowie Les Filles De Illighadad, ein weibliches Tuareg-Duo aus dem Niger. Am Sonntag (27.11.) zeigt das Festival im Filmclub 813 die Doku „Lawrence Of Belgravia“ über Lawrence, die legendäre Indie-Persönlichkeit um Bands wie Felt und Denim. Der Clou: Die scheue Ikone ist zu Gast und spricht im Artist-Talk über sein Werk.

Das Festival endet am Sonntag im Kölnischer Kunstverein mit einem Konzert des Duos Die Zimmermänner, die sich gegenseitig mit Streicher-Ensemble und Funkateers musikalisch provozieren.

Karten und weitere Infos unter www.weekendfest.de.


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