Weil Preppies die neuen Hipster sind

Am 5. August verkündete Dov Charney "Hipster is over" - und Charney muss es wissen.

5. August

Kaum sind die Nullerjahre rum, schon läuten die Totenglocken für ihre meist zitierte und niemals wirklich definierte Subspezie. Am 5. August verkündete Dov Charney „Hipster is over“ – und Charney muss es wissen: Schließlich ist er CEO von American Apparel, eben jenem Textilkombinat, das die Jugend der Nuller mit Basis-Ausstattung versorgte. Zu dieser gehörte neben der Retro-Buxe ein Fixie-Rad, die Nerd-Brille, der Jute-Beutel, die Röhrenjeans, die Opa-Strickjacke und eine ordentlich angegammelte Trucker-Kappe. Was Charney eigentlich meinte: American Apparel steht vor der Pleite. Es sei denn, er stellt schnell Tennissocken und cognacfarbene Cashmere-Ware ins Regal: Die Rückkehr der Preppies stehe an, orakelt es in der Blogosphäre. Ja, genau: Jene WASP-New-England-Ivy-League-Jugend, weiße Zähne, blaue Hemden, Khaki-Hosen, roter Pollunder, Segelschuhe. Nennen wir sie Prepster und bitten sie zum Tee.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.