Wir sind Lena

Die Nation ist schon vor dem Triumph der Schülerin aus Hannover ganz hingerissen von diesem bis zur Nassforschheit unbekümmerten Backfisch. Dann holt Lena Meyer-Landrut, die sich an diesem Abend Ende Mai endgültig von ihrem Nachnamen verabschieden darf, mit dem Ohrwurm "Satellite" und ihrem linkischen Charme tatsächlich die Krone des Eurovision Song Contest.

29. Mai

Die Nation ist schon vor dem Triumph der Schülerin aus Hannover ganz hingerissen von diesem bis zur Nassforschheit unbekümmerten Backfisch. Dann holt Lena Meyer-Landrut, die sich an diesem Abend Ende Mai endgültig von ihrem Nachnamen verabschieden darf, mit dem Ohrwurm „Satellite“ und ihrem linkischen Charme tatsächlich die Krone des Eurovision Song Contest. Sie trällert und hopst sich bis in die Herzen der Menschen am Ural, die sich in ihrer Vorliebe für halbnackte Chansonetten sonst eigentlich nicht mit einem eng sitzenden Minikleid zufrieden geben. Nie allzu weit weg von Lena: Meistermacher Stefan Raab, in dessen Sendung „Unser Star für Oslo“ sie entdeckt wurde, der auch ihre Musik produziert und sie fürs nächste Jahr als Titelverteidigerin einfach gleich wieder gesetzt hat. Dem Raab widerspricht inzwischen niemand mehr. Nicht mal die Öffentlich-Rechtlichen, denen er den Contest wieder zum echten Fernsehereignis umgebaut hat. Und dem es auch egal sein kann, dass sich die Tickets für die erst für April 2011 anberaumte erste (Arena-)Tour von Lena nur sehr schleppend verkaufen. Bei so vielen Assen, die Deutschlands Entertainment-Minister im Ärmel hat. ogö

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