YouTube plant eigenen Premium-Musikdienst

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Gerade erst hat das Musikvideo-Portal Vevo seinen Dienst in Deutschland aufgenommen. Streamingdienste wie Deezer und Spotify sind auf dem Vormarsch. Mit digitaler Musik lassen sich inzwischen hunderte Millionen Euro verdienen. Nun will offenbar auch das Urgestein unter den Musikanbietern im Internet, YouTube, seine Teil des Kuchens vergrößern.

So plant YouTube einen eigenen Abodienst für Musikstreaming. Das berichten unter anderem das US-Musikportal Billboard und die Los Angeles Times unter Berufung auf interne Quellen. Die Google-Tochter YouTube wolle damit offenbar seinen Stand als weltweit größter On-Demand-Musikdienst stärken. Statt nur Einnahmen aus Werbung kämen dann auch noch Abogebühren in die Kassen.

Den Berichten zufolge soll YouTubes geplanter Dienst auch kostenlos nutzbar sein, dank Werbung. Diese könnte gegen Aufpreis ausgeblendet werden. Ebenfalls soll es beim Bezahlmodell die Möglichkeit geben, Musik und Videos für die Offline-Wiedergabe zu speichern. Hier orientiert sich YouTube offensichtlich an bereits bekannten Modellen etablierter Dienste wie Deezer, Spotify und Rdio.

Neben Videos und Musik sei ebenfalls eine Integration von Googles Streaming-Service All Access geplant. Für den hat Google bereits Lizenzverträge unter anderem mit den drei großen Majorlabels Sony, Universal und Warner geschlossen. Inhalte beider Dienste sollen dann unkompliziert miteinander verbunden werden können. Dazu sei auch ein Redesign der aktuellen Web- und Mobile-Apps geplant.

Glaubt man den Quellen, könnte der neue Dienst noch in diesem Jahr online gehen. Trotz der Gerüchte hält sich YouTube selbst bedeckt: „Wir arbeiten ständig an neuen und besseren Wegen, YouTube-Inhalte zu genießen“, wird eine YouTube-Sprecher zitiert. Dennoch habe YouTube derzeit nichts bekannt zu geben.


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