ZDF gibt Stellungnahme zu Ikkimels MoMa-Auftritt ab

Nach großer Fassungslosigkeit im Studio meldet sich das ZDF nun zu Wort – lest hier, warum Ikkimel mit „Fußballmänner“ ins Morgenmagazin eingeladen wurde.

Ikkimel ließ am Montagmorgen im deutschen Frühstücksfernsehen die Kinnladen auf Halbmast hängen. Der oder die wohl etwas betagtere Durchschnitts-Konsument:in des MoMa im ZDF bekam zum morgendlichen Kaffee am 6. Juli eine ordentliche Portion „Fotzen Rap“ serviert.

Nachdem in Kommentarspalten und Medienportalen zwischen Begeisterung und Entsetzen die ganze Bandbreite der emotionalen Schockverarbeitung zu finden war, meldeten sich nun die Verantwortlichen zu Wort.

Ikkimel schockt das MoMa-Publikum

„Guten Morgen, MoMa!“ Selbst Ikkimel schien die Situation etwas absurd zu empfinden, als sie vor mehr oder weniger entgeisterten Blicken über „Fußballmänner“ sang. Der Song könnte ja ein perfekter Weckruf für alle unreflektierten Fußball-Macker sein, doch fragte sich sicherlich der oder die ein oder andere im Publikum und vor dem Fernseher, ob er oder sie nicht gerade noch träume. Ikkimel beim MoMa? Da hat wohl jemand Sekt in den Orangensaft gekippt – das sprudelt ordentlich.

Schon vor ihrem Auftritt sah Ikkimel das ganze Spektakel mit einem Spritzer Humor: „Guten Morgen, ‚Moma‘. Heute spiele ich vor einer Schulklasse und Ü50. Hell yeah“, grüßte sie auf Instagram.

Das passiert der gehypten Rapperin sicherlich auch nicht alle Tage. Im Kontrast zu eskalierenden Festival-Crowds blieb es im Frühstücksfernsehen dann bescheiden still. Statt Applaus regnete es bestürzt-verwirrte Blicke, die ein äußert fleißiger Kamera-Mensch gekonnt einfing. Ein „Schnitt aus der Hölle“, schrieb die Sängerin dazu. So wurde die musikalische Einlage zur Komödie im „The Office“-Stil.

Das ZDF nimmt Stellung

Wem dürfen wir für dieses fantastische Booking danken? Das ZDF bezieht jetzt Stellung: „Ikkimel wurde im Rahmen der aktuellen Fußball-Berichterstattung ins ZDF-Morgenmagazin eingeladen.“ Dabei greife „Fußballmänner“ das Thema aus popkultureller Sicht auf und habe „insbesondere bei jungen Menschen große Aufmerksamkeit erhalten.“ Stellt sich jetzt nur die Frage, ob es Ikkimel oder das MoMa ist, das sich gerade nach einer neuen Zielgruppe umsieht.

Zwei Welten, eine Debatte

Hier treffen gerade zwei Welten aufeinander – ist das ein Polit-Arbeit gegen die Spaltung unserer Gesellschaft? Denn während Ikkimel-Fans auf TikTok und Co. sagen, das sei das Beste, was sie seit Langem gesehen hätten, finden andere, der Auftritt sei „gebührenfinanzierter Männerhass getarnt als Feminismus – und das auch noch vor den Augen junger Mädchen“. Und dem Publikum rollten fast die Augäpfel aus den Schädeln. Jetzt wissen zumindest Gertrude und Hans auch, dass Ikkimel nichts mit Actimel zu tun hat und können demnächst vor ihrer Enkelin damit prahlen. Sowas führt Generationen zusammen.

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Nun ist es natürlich jedem selbst überlassen, was man von dieser MoMa-Mimosa-Mischung hält. Das ZDF macht zumindest bei seiner Entscheidung keinen Rückzieher. Das „Morgenmagazin“ bilde gesellschaftliche und popkulturelle Phänomene regelmäßig ab.

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