Zombie Trance

Alles muss man selber machen, dachte sich wohl auch der Berliner DJ Lotti (rechts) der in den vergangenen Jahren durch seine Sets in Clubs oder auf Festivals eine genaue Vorstellung davon bekam, welche Musik er hören und spielen will. „Dirty Pop oder Psychedelic Designer Trance“ nennt er sie und hat deswegen nun ein ganzes Album davon aufgenommen. Mit Raz Ohara (Mitte), dem genial begabten Musiker dänischer Herkunft, der zuletzt mit seinem Odd Orchester von sich hören ließ, M. Rux (links) aus Rostock, der hinter Ellenschneider steckt und Reecode, umtriebiger Musiker aus Berlin, hat er ein „wachsendes Soundkollektiv“ gegründet, das ihm bei der Umsetzung half. The Sorry Entertainers. Lottis Aufgabe vor allem: Samples aus seiner umfangreichen LP-Sammlung suchen, Sounds konkretisieren und Bier holen. Das so entstandene Debüt LocalJetSet (Shitkatapult) ist ein eindrucksvoller Bastard aus raren Samples, Mashup, Edge-House und Hippie-Experimental. Mal meditativ minimal, mal angeregt überladen und genremäßig so offen, dass es vielleicht eine Zukunft einleitet, von der wir noch nichts wissen. lew

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.