Chris Walla – Field Manual

Die meisten kennen ihn als gut frisierten Gitarristen der Indie-Rocker aus Bellingham. Dabei hat der 32-Jährige noch diverse Nebenjobs, die ihm mindestens genauso viel Renommee einbringen. Sei es als Radio-DJ (KCWU 88.1), Produzent (Hot Hot Heat, Nada Surf, Tegan And Sara) und Solist,der schon seit Jahren Songs auf seiner Homepage veröffentlicht. Doch erst jetzt-wenige Wochen vor Veröffentlichung des siebten Death-Cab-For-Cutie-Albums Narrow stairs hat sich der Alleskönner für einen Alleingang in Albumlänge entschieden. Mit zwölf Stücken, die ihn von drei völlig verschiedenen Seiten zeigen. Da wäre zum einen der ruppige, kantige Indie-Gitarrenrock von Stücken wie „The Score“ und „Geometry &Co.“, der mit seinen hymnischen Harmonien an Weezer erinnert. Dann gibt es den schüchternen, introvertierten Walla, der in „A Bird Is ASong“ bzw.“It’s Unsustainable“ minimalistische Leisetreter mit Keyboards und akustischer Gitarre anstimmt und auf viel Atmosphäre nebst heimelige Wärme setzt. Und schließlich noch den richtigen Popper, der mit „Everyone Needs A Home“ und „Our Plans, Collapsing“ in Richtung Mainstream-Radio schielt-nur, um in „Everybody On“auf den Spuren von Tom Petty und John Mellencamp zu wandeln. Warum die amerikanische Homeland Security, eine Behörde,die brave US-Bürger vor fiesen Terroristen, europäischen Touristen und liberalem Gedankengut bewahren soll, diese Mischung als subversiv und staatsfeindlich einstuft, bleibt ein Rätsel: Sie hat die Masterbänder an der kanadischen Grenze konfisziert.

>»www.deathcabforcutie.com >» STORY ME 4/08