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Max Schröder & das Love
Max Schröder & das Love
Das erste große deutsche Rock-Album des Jahres: Uncool ist das neue Cool.
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Es zeichnete sich ja ab: Uncool ist das neue Cool. Und endlich
hat Max Schröder mit diesem Album den Soundtrack dazu geschrieben.
Der sonst als Multiinstrumentalist bei Olli Schulz, Tomte, Die
höchste Eisenbahn und Leslie Clio beschäftigte Wahlberliner
entpuppt sich auf diesem, seinem zweiten und mal wieder im
Alleingang eingespielten Solo-Album auch noch als herausragender
Songwriter. In seinen Liedern adaptiert Schröder nicht nur souverän
Country und Soul, Mainstream-Rock und Indie-Pop, sondern offenbart
auch noch großes Talent für den lakonischen Reim, der trotzdem
Daseinszustände auf den Punkt bringt. Dann schaut er seinen
Töchtern, die er zusammen mit Heike Makatsch großzieht, beim
Wachsen zu, kämpft mit den Schatten der Vergangenheit und blickt
ausführlich auf die Gegenwart, in der er und sein Umfeld damit
beschäftigt sind, Älterwerden, Zweisamkeit, Elternsein und vor
allem die mit all dem einhergehende Verantwortung anzunehmen, ohne
das hedonistische Leben des Kreativen zu sehr zu vermissen.
Einfühlsam, aber niemals gefühlig beschreibt Schröder den
verzweifelten Versuch, in einer Gegenwart zu leben, die von der
Sorge um die Zukunft aufgefressen wird („Hier ist hier“), das zum
Scheitern verurteilte Bemühen, die alten Ideale zu bewahren („Der
wahre Jakob“) und die Arbeit, die größte Liebe gegen die Gefahren
Alltags zu verteidigen („Du & das allerschönste Mädchen der
Welt“). Max Schröder & das Love ist schon jetzt eines der
großen deutschen Alben des neuen Jahres.