AOL soll seine Musikdienste einstellen

Schon seit Jahren kämpft das Unternehmen auf dem Musikmarkt ums Überleben. Vergeblich, wie es jetzt scheint.

AOL ist ein wahrer Internet-Pionier. Die Mission, Amerika ins Internetzeitalter zu bringen, ist AOL gelungen. Zeitweise hatte der Anbieter mehr als 30 Millionen Kunden in den USA. Das war im Jahr 2000.

Seit einiger Zeit aber hat das Unternehmen mit starken Umsatzrückgängen zu kämpfen. Besonders die Sparte AOL Music tut sich schwer angesichts der Übermacht von Spotify und anderen Anbietern. Nun scheint AOL die Konsequenzen zu ziehen: Laut diverser Tweets und Meldungen soll das börsendotierte Unternehmen seinen gesamten Musikbereich einstellen. Alle Mitarbeiter sollen entlassen werden.

Das zumindest ist Tweets von Angestellten zu entnehmen. So twitterte etwa Spinner-Redakteur Dan Reilly, dass er seinen Job verloren habe und AOL Musik Geschichte sei. Auch andere Betroffene machten ihrem Unmut Luft. Neben der Webseite AOL Music sollen auch die Seiten Spinner, The Boot, Noisecreep und The Boombox betroffen sein. Der Musikplayer Winamp hingegen scheint vom Kahlschlag nicht betroffen zu sein.

AOL selbst hat bisher keine Stellungnahme abgegeben.

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