Sia, Eugene Mc Guinness, Poliça – die Platten der Woche vom 4. Juli 2014

Diese Woche erscheinen unter anderem die Alben 1000 FORMS OF FEAR von Sia, CHROMA von Eugene Mc Guinness und RAW EXIT EP von Poliça. Alle weiteren Neuheiten findet Ihr im Text und in der Galerie.


Album der Woche: Sia – 1000 FORMS OF FEAR

Für jemanden, der schon Hits für Beyoncé, Rihanna, Katy Perry, Celine Dion, Britney Spears und Kylie Minogue geschrieben, mit Diplo, The Weeknd und Angel Haze zusammengearbeitet, für David Guetta und Eminem gesungen hat, ist Sia Furler ein immer noch überraschend gut gehütetes Geheimnis.

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Eugene Mc Guinness – CHROMA

Sein letztes Album, THE INVITATION TO THE VOYAGE, war eine blitzgescheite Melange aus Referenzen von Kinks über Tricky bis zur Gegenwart, sparte nicht mit der großen Geste und blieb trotzdem in den Jahresbilanzen weitgehend unbeobachtet. Vielleicht liegt es auch daran, dass Eugene McGuinness auf CHROMA einen anderen Weg geht: Er lässt Ziertand größtenteils beiseite und konzentriert sich stattdessen auf elf stringente Sixties-Rocksongs.

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Poliça – RAW EXIT EP

„Slay me“ – singt Channy Leaneagh mit ihrer todbringend-düsteren Stimme gleich im Titelstück dieser EP. Erschlagen will sie werden, bittet sie in dieser eigenartigen Mischung aus hysterischem Zetern und betörendem Schlafzimmer-Geschmeichel, das außer der Sängerin aus dem kühlen Minneapolis nur wenige Frauen verstehen. Und um gleich klarzumachen, dass es auch ein Jahr nach SHULAMITH mit seinem blutigen Cover wieder in die finsteren Grabkammern ihrer Seele hinabgeht, schickt sie im Refrain die Frage hinterher: „Who’s ready to die alone?“

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Manic Street Preachers – FUTUROLOGY

Forrest Gumps Mutter hatte unrecht: Das Leben ist nicht wie eine Pralinenschachtel. Bei Pralinen weiß man ziemlich genau, was man bekommt. Das Leben hat mehr Ähnlichkeiten mit einem neuen Album der Manic Street Preachers. Da kann man tatsächlich nie sicher sein, was einen erwartet. Nach der in Deutschland mau rezensierten Richey-Edwards-Gedenkplatte JOURNAL FOR PLAGUE LOVERS (2009), veröffentlichten die drei Waliser nur ein Jahr später eines ihrer besten Alben überhaupt (POSTCARDS FROM A YOUNG MAN).

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