„We used to wait“: neues interaktives Video


Für ihr erstes Video aus ihrem aktuellen Album „The Suburbs“ haben sich Arcade Fire mittels Google Chrome etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Heutzutage ist es schwer in der Musikbranche noch irgendwen zu beeindrucken. Wurden nicht schon alle Videos gedreht, alle technischen und erzählerischen Möglichkeiten ausgeschöpft? Nicht ganz, denn die Musiker um Arcade Fire haben für ihr Video „We Used To Wait“ aus ihrem aktuellen Album „The Suburbs“ für eine Überraschung gesorgt – die Spaß macht, weil man als Zuschauer interaktiv den Clip mitgestalten kann. Gedreht hat das Video Regisseur Chris Milk, der unter anderem auch schon Kanye West, Modest Mouse und Gnarls Barkley vor der Linse hatte.Zugegeben, der Aufwand, den man betreiben muss, um in den Genuss des Videos zu kommen ist höher, als man es gewohnt ist. „Google Chrome“ sollte man definitiv herunterladen, da mit einem anderen Browser der Clip nur einen Bruchteil seiner Wirkung entfalten kann: „We used to wait“ läuft sonst zu langsam, und der Songtitel wird zum Ausdruck der Ungeduld des Zuschauers. Außerdem empfiehlt es sich, sämtliche Fenster zu schließen. Ansonsten bleibt nur noch zu hoffen, dass der Computer den technischen Anforderungen gewachsen ist.Wenn man aber alle diese Hürden genommen hat, geht es los: Heimatstadt eingeben, den Hinweis von Google Earth, dass über diese Lokalität nicht genügend Bildmaterial verfügt, ignorieren, und zurücklehnen. Es öffnet sich eine Vielzahl von Fenstern, deren Inhalte alle zusammenspielen. Man sieht einen Mann eine Straße hinauf rennen. Ein zweites Fenster öffnet sich und man sieht einen Schwarm Vögel vorbeifliegen. Schließlich greifen beide Fenster mit einer Karte der Heimatstadt via Google Earth zusammen. Es gibt ein großartiges Finale – in dem man auch eine Postkarte digital schreiben kann – das wir an dieser Stelle aber nicht vorwegnehmen wollen. Ein tolles Konzept, grandios umgesetzt.Zum Video geht’s

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Max Schulz – 01.09.2010