Billy Joel :: River Of Dreams

Jen war eine Zeitlang bitter und desillusioniert“, gesteht Billy Joel. Doch dieser Zustand scheint ihn eher beflügelt zu haben. Immerhin verordnete er sich für RIVER OF DREAMS eine konsequente Sound-Diäf, die ihre Zutaten aus solider Rock-Tradition bezieht — auch personell: Mit Danny Kortchmar und Leslie West sind rüstige Gitarren-Senioren mit an Bord. Und für akzentuiert trockenes Drumming sorgt Keith Richards-Trommler Steve Jordan. Will heißen: Billy Joel erinnerte sich im Vorfeld der Aufnahmen an jene schlichte Prägnanz, die seine frühen Alben auszeichnete. ,No Man’s Land“, der Opener, erweist da gleich doppelte Reverenz; Textlich beklagt Joel den Verlust von Idealen und moralischen Prinzipien, und musikalisch peitscht er seine Band durch breftharfe Rock-Strukturen. Versöhnliche, nicht versüßende Töne spendet er dafür in der Piano-Ballode .Goodnight, My Angel*, Und seinen typischen, melodie-intensiven Song-Gestus demonstriert er am überzeugendsten in .Blonde Over Blue‘.

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