Janelle Monáe :: The Arch Android

Bad Boy/Wondaland/Warner

R’n’B mit konzeptionellem Überbau.

Das Orchester stimmt die Instrumente, erwartungsvoller Applaus, dann legen die Streicher mit der Ouvertüre los. THE ARCHANDROID ist, davon kündet diese Eröffnung, nicht nur das Debüt des nächsten hoffnungsvollen R’n’B-Sternchens, das der begnadete Musikunternehmer Sean Combs ins Rennen schickt. Nein, das hier ist ein Konzeptalbum: Janelle Monáe erzählt die Geschichte einer Maschinenfrau namens Nr. 57821, die sich in einen Menschen verliebt und eine Robotergesellschaft vor dem Untergang rettet. Die Stadt heißt nicht ganz zufällig wie ein nicht ganz unbekannter Stummfilmklassiker, nämlich Metropolis. Dieser Überbau wird inszeniert mit flottem Funk und tiefsinnigem Soul, auf Hochglanz poliertem Pop, elegantem Swing, verführerischem R’n’B, ein bisschen Rap und ein paar aufmüpfigen Latino-Rhythmen. Kurz gesagt: Die musikalische Umsetzung ist exakt so eklektizistisch, wie man es erwartet, wenn Leute wie P Diddy und Big Boi von Outkast Hand angelegt haben, und schmiegt sich fügsam an das etwas prätentiöse Konzept. Dass dieses, man muss es wohl so nennen, Werk angesichts seines konzeptionellen Ballastes nicht in die Peinlichkeit abschmiert, allein das beweist, welch ein Talent mit Janelle Monáe hier die Bühne betritt.

www.jmonae.com

Story S. 26

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