Adele :: 21

Soul: Zwei Jahre älter und unglaublich gereift. Die Londonerin macht sich unentbehrlich.

Amy Winehouse kommt nicht aus dem Knick, Duffy baut ab, Joss Stone ist auf dem absteigenden Ast. Aber es gibt ja noch Adele Adkins. Die hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten festgebissen und sogar zwei Grammys verliehen bekommen. Dieses Album ist viel besser als das Debüt, das hört man schon an den ersten Songs „Rolling In The Deep“ und „Rumour Has It“, die selbstbewussten Gesang leben und von den Arrangementideen. Auf dem Gebiet der Pianoballade überzeugt Adele ebenfalls. In „Turning Tables“ reißt sie die Initiative an sich und sorgt dafür, dass sich die Musik nach ihr richtet und nicht umgekehrt. Im branchenüblichen Bulletin des Labels wird Adele zitiert: im Tourbus habe sie zum ersten Mal geballt Country-Musik gehört. Wie aufmerksam sie dabei war, hört man an „Don’t You Remember“, einem Song, bei dem man an Dusty in Memphis denken muss. Souverän bringt sie den „Lovesong“ von The Cure unter ihre Knute. Mit diesem Album hat die Londonerin die Latte höher gelegt. Mal sehen, ob die Kolleginnen nachziehen können.

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