Herman Dune :: Strange Moosic

City Slang/Universal

Folk: Auch auf ihrem neuen Album versprühen Herman Dune das Parfüm hoffnungsvoller Melancholie.

Natürlich wird eine gute Idee nicht besser, wenn man sie in die Länge zieht oder gar wiederholt. Wenn man es aber geschickt anstellt und hier und da noch ein bisschen Feintuning betreibt, kann eine gute Idee auch eine längere Halbwertszeit haben. Herman Dune stellen es geschickt an. Das „Ü“ aus ihrem Bandnamen haben sie schon vor ein paar Jahren entfernt, in den (schön ausgedachten) Nachnamen der Musiker ist es noch manchmal vorrätig. David-Ivar Herman Düne/Dune und Neman Herman Düne/Dune bilden, mit wechselnden Mit- und Mietmusikern, die aktuelle Besetzung der Band, und sie arbeiten weiter daran, Jonathan Richman, diesem universellen und multilingualen Postillion d’Amour, ein Denkmal zu bauen. Das neue Album Strange Moosic wartet mit zarten Latin-Rhythmen und mit auf Pop getrimmten Bläsern auf, und es weiß, dass das Leben keine Calypso-Baustelle ist. Und die beiden festangestellten Dunes/Dünes? Senden Nachrichten aus dem Land der gedämpften (Folk-)Gitarren – und sie haben zwölf Songs, die sanfte Traurigkeit mit hoffnungsvoller Melancholie verbinden. „Tell Me Something I Don’t Know“ ist einer davon, und wenn diese Musik eine Badewanne wäre – man könnte mehr als nur einen Sonntagnachmittag lang drin liegen.

The Horror The Horror

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