THE CLASH :: – April 1977

Amerika legte mit Proto-Punk-Bands wie den Stooges, Dictators oder MC5 das Fundament für den Punk, das Debüt von The Clash haben sie dann aber auf der anderen Seite des Atlantiks verschlafen. Die Platte erschien erst nach GIVE ‚EM ENOUGH ROPE und dann auch noch mit anderen Songs und in veränderter Reihenfolge. CBS fand die Stücke damals nicht radiotauglich. Natürlich konnte dieser Irrtum nicht verhindern, dass THE CLASH heute als großes Werk gilt. Dabei klingt der Sound nach gültigen Standards lausig, handwerklich befinden sich The Clash zu der Zeit noch in der Lehre. Im Gegensatz dazu steht die beeindruckende Vitalität der Songs, die sich mit politischen Themen inhaltlich vom Nihilismus vieler Punkbands abgrenzen. Zudem deuten die Londoner mit dem Cover des Lee Perry/Junior Murvin-Songs „Police &Thieves“ schon früh an, dass Reggae noch eine gewichtige Rolle spielen sollte. Laut Joe Strummer wurde die Platte einfach rausgehauen, wohingegen sich Mick Jones aufgrund eines hohen Konsums an Speed angeblich nicht an die Aufnahmen erinnern konnte. Wer sich fragt, warum Drummer Terry Chimes alias Tory Crimes auf dem Cover fehlt: Er hatte sich entschieden, aus der Band auszusteigen, nur um später mehrfach zurückzukehren.

sn

GIVE ‚EM ENOUGH ROPE

November 1978

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.