Julianna Barwick & Mary Lattimore

TRAGIC MAGIC

Invine/Alive (VÖ: 23.1.)

Harfe trifft Elektronik: Ambient ohne jede Langweile.

2011 besuchte die Ambient-Musikerin Julianna Barwick auf ihrem gefeierten Album THE MAGIC PLACE. 2026 kehrt sie zu diesem Ort zurück, aber nicht allein: Mit dabei ist die Harfenistin Mary Lattimore, der ihr Durchbruch 2020 mit dem von Neil Halstead (Slowdive) produzierten Album THE SILVER LADDER gelang. Der gemeinsame Aufbruch in die erhoffte Magie hatte einen tragischen Anlass: Die gemeinsame Heimatstadt Los Angeles wurde von den Bränden bedroht.

Barwick und Lattimore flüchteten nach Paris, wo sie in der Philharmonie die sieben Stücke von TRAGIC MAGIC aufnahmen. Inspiriert wurde die Musik von der Sammlung alter Instrumente in der Philharmonie, die den beiden zugänglich gemacht wurde. Im Zusammenspiel mit Barwicks elektronischen Strukturen entsteht so eine Musik, die sich komplett von allem Irdischen loslöst.

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Wobei sich Barwick und Lattimore nicht in kosmischen Ambient-Flächen verlieren: Ein Stück wie „Meltet Moon“ ist sehr rhythmisch, könnte auch als Dance-Track gespielt werden. Atmosphärischer Höhepunkt: Die Coverversion von „Rachel‘s Song“ aus dem „Blade Runner“-Soundtrack von Vangelis, mit einer gepfiffenen Melodie wie bei Morricone und einer Harfe aus dem 18. Jahrhundert.

Diese Review erscheint im Musikexpress 2/2026.