Yumi Zouma
NO LOVE LOST TO KINDNESS
Nettwerk (VÖ: 30.1.)
Weißweinschorlengeeigneter Dream Pop für den melancholischen Samstagnachmittag.
Das ist mal einer dieser berühmten Quantensprünge. Bisher ist die neuseeländische Band Yumi Zouma nicht besonders auffällig geworden. Schöner, aber eben auch gefälliger Synthie-Dream-Pop mit einigen versteckten Ideen war das, aber dann doch eher plätschernd. Bis jetzt.
Das neue Album NO LOVE LOST TO KINDNESS fügt dem angenehmen Gesamtbild in alle Richtungen ausgreifende Gitarren und eine Fülle traumhafter Melodiebögen hinzu. Früher verließen sich die Songs auf den samtigen Sound.
Auf ihrem neuen Album haben Yumi Zouma zwölf Songs aus dem Ärmel geschüttelt, die man nicht mehr nebenbei hören will. Aus dem SynthiePop ist schwebender Indie-Rock geworden. Songs wie der Opener „Cross My Heart And Hope To Die“, „Blister“ oder die Single „Phoebe’s Song“ passen in einen melancholischen Samstagnachmittag, an dem man entspannt mit einer Weißweinschorle in der Hand durchs Wohnzimmer segelt, um sich dann ausgehfertig zu machen. Sanft-rockiger Shoegaze ohne viel Distortion, aber mit einer ausgeprägten Pop-Sensibilität.
Diese Review erscheint im Musikexpress 2/2026.



