Starkes Zeichen gegen ICE: Lorde spendet 204.000 Dollar
Lorde spendet Merchandise-Erlös aus Minneapolis komplett an Immigrant:innen-Organisationen. Nach tödlichen ICE-Einsätzen setzt sie ein Solidaritätszeichen.
Lorde unterstützt Immigrant:innen in Minnesota mit einer Spende von 204.000 US-Dollar. Die neuseeländische Sängerin spendete den gesamten Erlös des Merchandise-Verkaufs ihrer Shows in Minneapolis. Das Geld geht an Organisationen, die Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus helfen.
Auf Instagram teilte sie ein Bild ihrer Hand mit dem Schriftzug „ICE Out“. Dazu schrieb sie: „Ich spende unsere gesamten Merch-Einnahmen in Minneapolis (204.000 Dollar) an das Minnesota Immigration Rights Action Committee und das Immigrant Defense Network.“
Damit verbindet sie finanzielle Hilfe mit einer klaren Botschaft gegen die Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE. Die unterstützten Organisationen bieten rechtliche Hilfe, koordinieren Ressourcen für betroffene Familien und mobilisieren Gemeinschaften.
Tödliche ICE-Einsätze sorgen für Empörung
Die Spende erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Minneapolis im Zentrum nationaler Debatten steht. In den vergangenen Wochen hatten ICE-Einsätze dort zu landesweiten Protesten geführt. Dabei starben zwei unbewaffnete Zivilist:innen durch Schüsse von ICE-Agenten: Renée Good und Alex Pretti. Diese Ereignisse intensivierten die öffentliche Diskussion und verstärkten die Forderungen nach Rechenschaftspflicht.
Mit der Spende von über 200.000 Dollar sendet Lorde ein klares Signal: Solidarität muss sich in konkreter Unterstützung für Menschen niederschlagen, die von den Maßnahmen der Behörde betroffen sind.
Wiederholtes politisches Engagement
Lorde äußert sich nicht zum ersten Mal politisch. Im Oktober 2025 rief sie bei einem Konzert in New York mitten in ihrer Show laut „Free fucking Palestine“. Dabei leuchtete die Bühne in den Farben der palästinensischen Flagge.
Kurz darauf entfernte sie ihre Musik aus der Bibliothek von Apple Music und Spotify in Israel. Dies geschah im Rahmen des „No Music for Genocide“-Boykotts. Dabei handelt es sich um eine Initiative von Musiker:innen, die ihre Werke aus Streamingdiensten in Israel zurückziehen. Damit protestieren sie gegen das Vorgehen im Gazakrieg.
Breite Bewegung in der Musikszene
Auch andere Musiker:innen nutzen ihre Reichweite für politische Statements. Bei den Grammy Awards trugen Justin Bieber, Billie Eilish und Kehlani „ICE Out“-Anstecknadeln. Zudem nutzten mehrere Gewinner:innen ihre Dankesreden, um Kritik an den gewalttätigen Praktiken der Einwanderungsbehörde zu äußern. Nach der Tötung von Renee Good trugen eine Reihe an Schauspieler:innen bei den Golden Globes einen Pin mit der Aufschrift „Be Good“.






