Massive Attack in Berlin 2026: Einziges Deutschland-Konzert in der Zitadelle
Massive Attack spielen ihre einzige Deutschland-Show am 7. Juni in der Zitadelle Spandau. Hier alle Infos.
Massive Attack kommen im Sommer 2026 für ein einziges Deutschlandkonzert nach Berlin – und bringen womöglich frisches Material mit. Was Fans jetzt wissen müssen.
Live in Berlin: Konzept und Format der Show
Massive Attack sind seit Jahrzehnten für ihre aufwändig produzierten Live-Shows bekannt, bei denen politisch aufgeladene Videoprojektionen und wechselnde Gastsänger:innen zum festen Bestandteil des Konzepts gehören. Das visuelle Design verantwortet maßgeblich Del Naja selbst. Am 7. Juni 2026 spielen sie in der Zitadelle Spandau – ihr einziger Deutschland-Termin in diesem Jahr.
Tickets & Infos: Massive Attack – Zitadelle Spandau, Berlin
Datum: 07. Juni 2026. Ort: Zitadelle Spandau, Berlin.
Tickets: Ab Freitag, 27. Februar 2026, 10:00 Uhr exklusiv bei eventim.de – Preis: 73 € zzgl. Gebühren.
Neue Musik nach langer Pause: Massive Attack kündigen Songs für 2026 an
Ende 2025 sorgten Massive Attack in den sozialen Medien für Aufsehen: Über ihre offiziellen Kanäle kündigte die britische Trip-Hop-Formation an, im Laufe des Jahres mehrere neue Songs zu veröffentlichen – das erste neue Material seit Jahren. Die Tracks sollen physisch und digital über ein neues Label erscheinen. Aber: Spotify ist von der Veröffentlichung ausdrücklich ausgenommen. Eine klare Botschaft an die Streaming-Industrie.
Politisch engagiert
Massive Attack zählen zu den politisch aktivsten Acts der britischen Musikszene. Del Naja ist bekennender Unterstützer der palästinensischen Zivilbevölkerung und hat sich wiederholt öffentlich zum Nahostkrieg geäußert – was dem Duo regelmäßig Kritik, aber auch breite Solidarität einbrachte. Bereits 2023 und 2024 forderten sie zusammen mit anderen Künstler:innen einen Waffenstillstand und thematisierten dies auch auf der Bühne. Darüber hinaus engagieren sie sich seit Jahren im Bereich Klimagerechtigkeit: In Zusammenarbeit mit der Tyndall-Forschungsgruppe veröffentlichten sie 2021 den vielbeachteten Report „Music Declares Emergency“, der die CO₂-Bilanz der Musikindustrie analysiert und konkrete Reduktionsziele fordert.
Wer steckt dahinter?
Massive Attack wurden 1988 in Bristol gegründet und bestehen aus Robert „3D“ Del Naja und Grant „Daddy G“ Marshall. Beide entstammen der Wild Bunch, einem losen Kollektiv aus DJs, Graffiti-Künstler:innen und Musiker:innen, das die Bristoler Clubszene der 1980er-Jahre prägte. Del Naja, gelernter Graffiti-Künstler und bildender Künstler, gilt als das kreative und politische Gesicht der Band; er ist für die markanten Visuals der Live-Shows mitverantwortlich und tritt regelmäßig als Solokünstler unter dem Namen „3D“ in Erscheinung. Marshall hingegen steht für die musikalische Kontinuität des Projekts und war in der Vergangenheit zeitweise weniger aktiv – kehrte aber stets zurück.
Das Werk: Von „Blue Lines“ bis „Heligoland“
Mit ihrem Debütalbum „Blue Lines“ (1991) erfanden Massive Attack gemeinsam mit Portishead und Tricky de facto ein neues Genre: den Trip-Hop. Die Verbindung aus düsteren Samples, Dub-Einflüssen, Soul und elektronischen Beats schuf einen Sound, der bis heute nachwirkt. Alben wie „Protection“ (1994), „Mezzanine“ (1998) – auf dem sich ihr bekanntester Song „Teardrop“ befindet – und „100th Window“ (2003) zählen zu den einflussreichsten Werken der britischen Popgeschichte. Zuletzt erschien 2010 „Heligoland“; seither ist das Duo in puncto Studioalben verstummt. Stattdessen experimentierten sie mit Kurzformaten, dem Soundtrack zum Film „Hummingbird“ (2013) sowie der EP „Ritual Spirit“ (2016), auf der unter anderem Young Fathers und Tricky mitwirkten.

