Highlight: 8 Bands der 90er-Jahre, die ihr Genre prägten

Massive Attack

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    Der „Bristol-Sound“ von Massive Attack zeichnet sich durch eine atmosphärische Dynamik, geloopte Basslinien und Samplings aus. Mit diesem Stil wurden sie zu klassischen Vertretern des Trip-Hop. Im Lauf ihrer Karriere kollaborierten sie mit Künstlern wie Neheh Cherry, Madonna, David Bowie, Elizabeth Fraser und Sinéad O’Connor. Massive Attacks Alben „Blue Lines“, das Doppel-Platin einspielte und „Mezzanine“, das weltweit die oberen Chartpositionen belegte, sind Meilensteine des Trip-Hop.

    Als Mitglieder des Party-Kollektivs „The Wild Bunch“ kamen DJ Daddy G, Andrew Vowles und Rapper Robert Del Naja zusammen und dominierten Mitte der 1980er-Jahre die Bristol Club-Szene. Aus „The Wild Bunch“ gingen nicht nur ihr eigenes Musik-Projekt „Massive Attack“, sondern auch Künstler wie Tricky, Smith & Mighty und Produzent Nellee Hooper hervor. Massive Attack veröffentlichten ihre erste Single „Daydreaming“ 1990 und schon im Folgejahr ihr Debütalbum „Blue Lines“, auf dem auch Tricky zu hören ist. Charakteristisch für den Sound dieses Albums sind der langsam groovende Beat, die Jazzrock-Samples und die Auftritte verschiedener Sänger und Sängerinnen. Das Album spielte Doppel-Platin in Großbritannien ein.

    Auf „Protection“ (1994) produzierten Massive Attack mit „Weather Storm“ und „Heat Miser“ erstmals zwei Instrumentalstücke und Tricky, der die Band noch immer unterstützte, startete eine erfolgreiche Solo-Karriere. Mit dem „Mezzanine“-Album von 1998 veränderten Massive Attack ihren Sound: erstmals vereinten sich E-Gitarren und düstere Sounds mit schleppenden Beats. Gastsängerin war unter anderem Elizabeth Fraser (Cocteau Twins). Obwohl sich alte Fans enttäuscht zeigten, wurde das Album ein kommerzieller Erfolg.

    Nach einer ruhigen Phase und dem Ausstieg von Vowles und Daddy G, meldeten sich Massive Attack mit komplexen, elektronischen Soundgeflechten und einer noch melancholischeren Grundstimmung zurück. „100th Window“ erschien 2003, unter anderem mit Unterstützung von Sinéad O’Connor und belegte erneut Platz Eins in den UK-Charts.

    Nachdem sich Massive Attack in dieser Zeit auch als Filmkomponisten bewiesen, erschien erst 2010 ihr fünftes Studio-Album namens „Heligoland“, das in den US-Charts Platz 46 erreichte.


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