Rayan von Blumengarten: „Keine Gewalt, kein Missbrauch“
Rayan von Blumengarten hat sich geäußert.
Nach intensiven Diskussionen in den sozialen Medien hat sich Rayan, Sänger des Duos Blumengarten, erstmals ausführlich zu den Vorwürfen seiner Ex-Partnerin geäußert. In einem mehrteiligen Statement weist er insbesondere kursierenden Anschuldigungen zu Missbrauch und Gewalt entschieden zurück und räumt zugleich eigene Fehler in der Beziehung ein.
TikTok-Video löst Debatte aus
Ende 2025 hatte seine Ex-Partnerin in einem TikTok-Video über ihre frühere Beziehung zu dem Musiker gesprochen. Sie beschreibt ihn darin als ihres Erachtens nach manipulativ und berichtet die Beziehung und seine Person sähen in der Realität ganz anders aus, als in seinen Songs. Konkrete Details nannte sie nicht. Die Aussagen wurden bislang nicht unabhängig verifiziert, verbreiteten sich jedoch rasch in den sozialen Netzwerken und sorgten im Umfeld der Band für intensive Diskussionen. Inzwischen ist das Video gelöscht.
Release von „Gut Genug“ verschoben
Kurz darauf wurde die Veröffentlichung eines musikalisches Projekt kurzfristig gestoppt: Der gemeinsame Song „Gut Genug“ von Kitschkrieg mit Shirin David und Blumengarten sollte ursprünglich am 29. Januar 2026 erscheinen. In einer Instagram-Story erklärten Kitschkrieg: „Auf Wunsch von Blumengarten und nach Absprache mit allen Beteiligten, haben wir beschlossen, den Release von „Gut Genug“ bis auf Weiteres zu verschieben. Die Jungs möchten sich auf die Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit einem aktuellen Thema in ihrem Bandkreis fokussieren und wir finden das gut und richtig so, und unterstützen ihre Entscheidung. Wir hatten ja beschlossen den ganzen Prozess zu zeigen, das hier ist Teil des Prozesses. All good. Die gute Nachricht ist, dass unser Album aus 12 Songs und Videos besteht und wir jetzt einfach erstmal ein neues picken. <3“
„Zu keinem Zeitpunkt Zwang oder Gewalt“
In seinem nun neu veröffentlichten Statement beschreibt Rayan die damalige Beziehung mit seiner Freundin als von gegenseitiger emotionaler Abhängigkeit geprägt. Beide seien 20 Jahre alt gewesen und hätten sich in vulnerablen Lebensphasen befunden. Rückblickend ordnet er die Dynamik als Co-Abhängigkeit ein.
Er meint weiterhin, emotional unreif gewesen zu sein, ungenügend kommuniziert und Verantwortung nicht ausreichend übernommen zu haben. Dadurch habe er angeblich seine damalige Partnerin verletzt – dafür übernehme er die Verantwortung und entschuldige sich.
Gleichzeitig ziehe er eine klare Grenze: In der Beziehung habe es seiner Meinung nach „zu keinem Zeitpunkt Zwang, Gewalt, Unterdrückung oder Missbrauch“ gegeben. Entsprechende Vorwürfe weise er entschieden zurück und wolle betont wissen, diese seien auch nicht Teil der Aussagen seiner Ex-Partnerin gewesen. Hier das gesamte Statement nachlesen:
Debatte um Songtexte und „Sonne im August“
Ein weiterer zentraler Kritikpunkt betrifft Blumengartens Musik. Rayans Ex-Partnerin habe ihm vorgeworfen, gemeinsame Erfahrungen in Songs verfälscht dargestellt und ihre Geschichte für künstlerische Zwecke instrumentalisiert zu haben.
Rayan widerspricht zudem via Instagram-Story der Annahme, seine Texte seien eins-zu-eins autobiografisch. Seine Musik arbeite mit Metaphern und speise sich aus unterschiedlichen Eindrücken, Gesprächen und künstlerischen Einflüssen – Rückschlüsse auf reale Personen seien grundsätzlich seiner Aussage nach nicht möglich.
Im Fokus der Debatte steht dabei angeblich auch der Song „Sonne im August“. Laut Rayan habe ihm seine Ex-Partnerin privat mitgeteilt, dass sie sich in dem Stück wiedererkenne und sich dadurch retraumatisiert fühle. Für ihn sei das wohl überraschend gewesen: Der Song thematisiere eigene Auseinandersetzungen mit Suizidgedanken, die lange vor der Beziehung stattgefunden hätten. Er habe ihr das Stück nie vorab geschickt; es sei zuvor kein Gesprächsthema gewesen, so Rayans Aussage.
Nachrichten nach Veröffentlichung
Nach dem TikTok-Video habe Rayans angeblich mehrere Nachrichten von ihr erhalten, in denen sie angekündigt habe, weitere private Informationen öffentlich zu machen, sollte er bestimmten Forderungen nicht nachkommen. Dazu habe unter anderem gehört, Songs zu verändern oder nicht mehr live zu spielen.
Er habe dies als Drohung empfunden und sich unter Druck gesetzt gefühlt. Sein Angebot zu einem persönlichen Gespräch in geschütztem Rahmen – auch unter Einbeziehung einer neutralen dritten Person ihrer Wahl – sei abgelehnt worden. Schließlich habe er sich für eine anwaltliche Kommunikation entschieden. Das Gesprächsangebot bestehe laut ihm aber weiterhin.
Offene Fragen
Abschließend betonte Rayan via Instagram, viele der angesprochenen Punkte beträfen komplexe und intime Dynamiken, die sich nicht vollständig öffentlich aufarbeiten ließen. Er wolle weder Details aus Sensationsinteresse preisgeben noch die Privatsphäre beider Seiten verletzen. Zugleich dankte er allen, die bereit seien, sich seine Perspektive anzuhören.
Wie es musikalisch weitergeht, bleibt offen. Ein neuer Termin für „Gut Genug“ wurde bislang nicht bekanntgegeben.





