Nick Cave geht bei den Oscars leer aus (hat aber dennoch Spaß)

Der Favorit „Golden“ aus dem Film „KPop Demon Hunters“ setzte sich bei den Oscars in der Kategorie „Bester Song“ gegen „Train Dreams“ von Nick Cave durch.

Die Huntrix-Sängerinnen aus „KPop Demon Hunters“ haben das Rennen bei den Oscars gemacht. Es gab nicht nur den Goldjungen für den besten Animationsfilm, sondern auch für den besten Song („Golden“).

Damit ist auch klar, dass Nick Cave nicht seinen ersten Oscar eingeheimst hat. Der Sänger war für das Titellied zu dem Netflix-Film „Train Dreams“ nominiert. Auch „Dear Me“ von der vielfach nominierten Diane Warren, „I Lied To You“ aus „Sinners“ und „Sweet Dreams of Joy“ aus „Viva Verdi!“ mussten sich der koreanischen Konkurrenz geschlagen geben.

Auch wenn sich der Australier bisher noch nicht dazu äußerte, schien er einen schönen Abend in Hollywood gehabt zu haben. Cave reiste mit seiner Ehefrau Susie an und beide gehörten zu den am besten gekleideten Promis an dem Abend.

Pech bei der Dankesrede

Etwas unglücklich lief allerdings die Dankesrede der „KPop Demon Hunter“-Musiker. Nachdem Singer-Songwriterin Ejae gesprochen hatte („Dieser Preis steht nicht für Erfolg, sondern für Beharrlichkeit“), wollte eigentlich noch Yu-Han Lee ans Mikrofon treten. Doch da setzte schon das Orchester ein und er wurde stummgeschaltet. Die Musiker wirkten verunsichert, Ejae rief sogar noch, man solle ihren Kollegen sprechen lassen. Doch als dann auch noch die Scheinwerfer erloschen, war klar, dass die Ausgezeichneten gar nicht so sanft von der Bühne geholt werden sollten.

„Golden“ ist in zahlreichen Ländern zu einem Nummer-Eins-Hit geworden und sorgte noch zusätzlich dafür, dass „KPop Demon Hunters“ zum meistgestreamten Film auf Netflix wurde.

Nick Cave live

Nick Cave wird es verschmerzen können, den Oscar nicht gewonnen zu haben. Es war seine erste Nominierung. In der nächsten Zeit stehen aber erst einmal wieder Tour-Termine auf dem Plan. Los geht’s im Juni in Irland. Anschließend sind auch gleich mehrere Gigs in Deutschland dabei – präsentiert von MUSIKEXPRESS.

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.