Nina Chuba vs. Shirin David: Fans empört über Podcast-Aussagen

Nina Chuba nennt Shirin Davids Alltag weltfremd und kritisiert ihr Management – die Fans schlagen zurück. Alle Details zum Podcast-Eklat jetzt lesen.

Gibt es jetzt Stress zwischen Nina Chuba und Shirin David? Die Fans von Shirin David sind empört über die Aussagen der deutschen Popsängerin.

Nina Chuba hat in ihrem Podcast „Die Leute Lieben das“ schon öfter zusammen mit ihrem Bandkollegen Momme Hitzemann über den ein oder anderen deutschen Musikstar geurteilt. Nun äußerte sie sich auch zum Netflix-Biopic über Shirin David.

„Es interessiert niemanden“

Chuba erklärt, die Dokumentation schildere das Stardasein auf einem Niveau, mit dem sie sich selbst nicht mehr identifizieren könne. Sie kritisiert Shirin Davids Sorge, sich nicht frei bewegen zu können, sowie deren Abschottung vom realen Leben und von anderen Menschen.

Die Sängerin ist der Meinung: „Als öffentliche Person in Deutschland kannst du wirklich überall hingehen. Du kannst an den Bahnhof gehen, zum Sportkurs, zum Friseur, du kannst einkaufen gehen. Vor allem in Berlin – nobody cares [dt.: interessiert keinen].“

Chuba findet, man müsse nicht immer herausgeputzt unterwegs sein, wie Shirin es in ihrer Dokumentation zeigt. Sie erzählt, dass niemand auf sie aufmerksam werde, wenn sie sich normal oder entspannt kleide – und dass Shirin das ebenfalls einmal versuchen sollte, statt stets im Bühnen-Outfit und mit vollem Make-up unterwegs zu sein.

Gegenwind für Chubas Kritik

Dafür bekommt Chuba erheblichen Gegenwind: Ihr wird vorgeworfen, die Stalking-Probleme, von denen Shirin in der Dokumentation berichtet, nicht ernst zu nehmen. Viele merken zudem an, dass man Shirin David auch ungeschminkt und ungestylt erkennen würde.

Denn die Rapperin verfügt über eine ganz andere Fanbase und ein anderes Standing als Nina Chuba. Sie hat aus ihrem Auftreten und Aussehen eine Marke gemacht. Shirin David ist bereits so etwas wie eine Kunstfigur – deshalb kann sie es sich nicht leisten, einfach in der Jogginghose auf die Straße zu treten. Auch der Vergleich der Followerzahlen beider Musikerinnen auf Instagram verdeutlicht dies: Shirin David hat sechs Millionen Fans, Nina Chuba im Vergleich etwa 900.000.

Kritik am Management

Chuba kritisiert darüber hinaus das Management der Rapperin und vergleicht es mit ihrem eigenen. Touren würden zwar schon zwei Jahre im Voraus geplant, und die Erwartung zu performen liege durchaus auf einem. Bei ihr sei jedoch stets klar: Wenn es ihr überhaupt nicht gut gehe, bestehe immer die Möglichkeit abzusagen. Sie verurteilt die Aussagen von Shirins Manager, der angegeben hatte, von Shirins Erfolg abhängig zu sein. Schließlich habe er bereits Millionen mit der Rapperin verdient – daher sei es wichtiger, auf ihre mentale Gesundheit zu achten.

Im Podcast zeigen sich Bandkollege Hitzemann und Chuba auch enttäuscht darüber, wie mit Shirin Davids psychischen Problemen und ihrem Perfektionismuszwang umgegangen wird. Sie rufen den Zuhörer:innen in Erinnerung, dass es auch für Stars und bekannte Persönlichkeiten psychotherapeutische Beratung gebe, die vertraulich behandelt werde.

Chubas Wünsche an Shirin David

Zudem bemängeln sie, dass Shirins Alltag nur daraus bestehe, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Chuba erzählt, dass es ihr rund um ihren Album-Release ähnlich ergangen sei, und sie es schrecklich gefunden habe, sich ausschließlich mit sich selbst und dem eigenen öffentlichen Auftritt zu befassen. Beide wünschen der Sängerin Kontakte und Freunde, die nicht auf ihrer Payroll stehen, sowie ein Hobby, das nichts mit dem Show- und Musikbusiness zu tun hat.

Zu Shirins Perfektionismus bei Live-Shows kommentiert Nina Chuba: „Ich wünsche mir, dass sie mal das Gefühl hat, auf der Bühne komplett frei zu sein.“