ESC bekommt Asien-Ableger – aber (noch) ohne China und Indien
Im Jubiläumsjahr findet der ESC auch außerhalb Europas statt. Hoffentlich wird es nicht so ein Flop wie in den USA…
In diesem Jahr jährt sich die Premierenausgabe des ESC (damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson européenne) im Jahr 1956 bekanntlich das siebzigste Mal. Das wird groß gefeiert mit einem sicher nostalgischen Wettbewerb, anschließend gehen zahlreiche Eurovision-Teilnehmer:innen aus der Vergangenheit und Gegenwart sogar auf Tour.
Doch damit nicht genug: Der ESC wechselt den Kontinent! Im November findet der Musikwettbewerb in Asien statt. Derzeit sind zehn Länder mit dabei: Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Nepal, die Philippinen, Südkorea, Thailand und Vietnam. Weitere sollen laut Website folgen. China, Indien und Japan, die größten Nationen Asiens, scheinen aber nicht mitmachen zu wollen. Finale ist am 14. November in Bangkok.
Es ist bislang unklar, ob für die Asien-Version dieselben Regeln gelten wie für die Europa-Ausgabe. Das Regelwerk schreibt vor, dass die vorgetragenen Songs Originalsongs sein müssen und der Gesang live erfolgen muss. Es ist auch noch nicht klar, ob die Show dieselbe Struktur der Fan-Abstimmung befolgen wird wie der originale ESC. Aber es ist anzunehmen, macht dies doch einen großen Teil des Reizes der Show aus.
Den ESC gab es auch schon in den USA (er floppte aber gnadenlos)
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass ein Ableger des Eurovision Song Contests in einem anderen Teil der Welt eingeführt wird. Bereits 2022 gab es eine US-amerikanische Ausgabe, bei der alle 50 Bundesstaaten gegeneinander antraten. Moderiert wurde der Wettbewerb damals von Kelly Clarkson und Snoop Dogg. Doch was spannend klingt, entwickelte sich zum Quoten-Flop. Der erste Jahrgang blieb auch der letzte.
Pläne für eine asiatische Variante des ESC gibt es auch schon länger. 2016 kam es bereits zu ersten Gesprächen mit dem australischen Sender SBS. 2021 wurden die Pläne aber erst einmal begraben. Nun ging offenbar alles ganz schnell.
Weitere Einzelheiten zu „Eurovision Asia“ sowie die Namen weiterer teilnehmender Länder werden voraussichtlich in Kürze bekannt gegeben. Die Veranstaltung wird von der EBU gemeinsam mit dem in Los Angeles ansässigen Unternehmen Voxovation und der thailändischen Produktionsfirma S2O Productions organisiert.







